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Breitband-Ausbau: Bagger treffen immer wieder Gasleitungen

Bad Segeberg Breitband-Ausbau: Bagger treffen immer wieder Gasleitungen

Bad Segebergs Feuerwehrchef Mark Zielinski besorgt um zunehmende Einsätze — die Netz AG betont, dass die Leitungen sauber in die Pläne eingetragen seien.

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4. März: Steinbek — der Weeder Ortsteil war zwei Stunden lahmgelegt.

Bad Segeberg. Ein Gasunfall nach dem nächsten bei den Breitband-Arbeiten im Ostkreis. Zuletzt drei binnen weniger Wochen. Und dazu zwei Unternehmen, die sich gegenseitig den Schwarzen Peter zuschieben — das ist schon ein merkwürdiges und für die Zukunft nicht eben beruhigendes Bild. Deutliche Worte findet dazu Bad Segebergs Wehrführer Mark Zielinski: „Natürlich sind wir zur Unterstützung zur Stelle, wenn so etwas passiert — aber witzig ist das nicht mehr.“

LN-Bild

Bad Segebergs Feuerwehrchef Mark Zielinski besorgt um zunehmende Einsätze — Netz AG betont, dass die Leitungen sauber in die Pläne eingetragen seien.

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„Eine behördliche Oberaufsicht über

die Arbeit von Privatfirmen gibt es nicht.“ Thomas Falck, Leiter

des Kreisbauamtes

Schließlich handele es sich bei den Wehren im Kreis um freiwillige Feuerwehren. „Und es ist den Arbeitgebern schlecht zu vermitteln, dass unsere Leute drei Mal pro Woche ausrücken, nur weil jemand seinen Bagger nicht richtig bedienen kann.“ Seine Kritik gehe ins Grundsätzliche, sagt Zielinski, er wolle sich nicht zum Richter aufspielen, wer die Schuld an den Gasunfällen trage. Allerdings habe er aus Eigeninitiative gerade mit der Bad Segeberger Bauamtsleiterin Antje Langethal gesprochen: „Bei den bevorstehenden Arbeiten in Bad Segeberg möchten wir sicher sein, dass alle Erdarbeiten fachgerecht ausgeführt werden“, sagt Zielinski. Das Sicherheitsproblem sei ein gravierendes, je dichter die Gegend besiedelt sei, in der ein Unfall geschehe. In Stipsdorf — die LN berichteten gestern — sei es zu keiner größeren Gas-Konzentration gekommen, weil eine steife Brise das Gas schnell in der Luft verwirbelt habe.

„Das war vor einem Jahr in Garbek entschieden anders“, erinnert sich Zielinski. „In Garbek hatten wir auf einem Grundstück ein zündfähiges Gemisch gemessen.“ Beinahe sei es zu einer Katastrophe gekommen, weil das Haus erst spät evakuiert wurde.

Ähnliches möchte er in Bad Segeberg keinesfalls erleben, erklärt der Feuerwehrchef. Den Garbeker Gasunfall nimmt Volker Mielisch, Pressesprecher der Schleswig-Holstein Netz AG, zum Anlass, zu erklären, dass sein Unternehmen die Leitungen sauber in die Pläne eintrage. Das habe im Fall Garbek das Gericht eindeutig bestätigt, sodass hier allein die Tiefbaufirma verantwortlich zu machen sei.

Mielisch zum aktuellen Fall: „Eine Prüfung in Stipsdorf hat die korrekten Lagepläne bestätigt. Über der beschädigten Gasleitung war sogar noch das zerrissene Trassenband, das bei der Verlegung von Gasleitungen zur Sicherheit über der eigentlichen Leitung mitverlegt wird, zu sehen.“ Meike Kretschmer vom Wege-Zweckverband (WZV), in dessen Auftrag die Glasfaserkabel verbuddelt werden, hatte hingegen erklärt, dass neben der korrekt eingezeichneten Leitung zwei weitere, nicht dokumentierte gelegen hätten. Doch auch diese Leitungen seien eingezeichnet gewesen, sagt Mielisch, der zudem auf das Trassenband verweist, das den Baggerfahrer warnen solle und das er nicht zu zerschneiden habe.

Im Streitfall seien die Gerichte gefragt — eine behördliche Oberaufsicht über die Arbeit dieser Privatfirmen gebe es nicht, sagte den LN Kreisbaudirektor Thomas Falck.

Von Lothar Hermann Kullack

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