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Segeberg Bronzetafel für die Wollspinnerei Blunck
Lokales Segeberg Bronzetafel für die Wollspinnerei Blunck
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21:25 17.12.2015
Diese Bronzeplakette ist nun für alle Passanten sichtbar. Quelle: Fotos: Sd (3)/hil

Wohin mit der Plakette? Das war gestern die Frage bezüglich der Platzwahl für die Bronzetafel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Damit Passanten auf das Schild aufmerksam werden, hängt sie nun an der weißen Wand des Vorderhauses der Wollspinnerei Blunck und nicht am Hauptgebäude, in dem die über 80 Jahre alten, wollverarbeitenden Maschinen stehen.

2011 hatte die Stiftung einen Förderbetrag von 30 000 Euro für Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten zur Verfügung gestellt. Die Spende stammt von privaten Förderern und aus der Glücksspirale. Die Arbeiten sind abgeschlossen. Um an Spende und Stiftung zu erinnern, wurde nun die Bronzetafel am Gebäude der Wollspinnerei angebracht.

Winfried Rusch, Leiter des Ortskuratoriums Kiel und Umgebung, überbrachte die Plakette. Sein Kollege Klaus Weber bohrte Löcher in die Ziegelwand und schraubte anschließend die Tafel fest.

Hans-Friedrich Blunck, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Wollspinnerei Blunck und Inhaber, freute sich über die Plakette. Im Anschluss führte er den Besuch durch das alte Gebäude, in dem sein Großvater Joachim Christian 1852 die Wollspinnerei gegründet hatte. Damals wurden die Maschinen per Pferdekraft bewegt, später wurde auf Dampfbetrieb umgestellt. Heute sorgt ein Elektromotor für das Laufen von Krempelwolf, Spinn- und Zwirnmaschinen.

Blunck erklärte nicht nur die Funktionsweise der Geräte, sondern hatte auch kurze Anekdoten parat. So erinnerte er sich an die vielen Frauen, die sich nach Kriegsende bis zur Straße hinschlängelten, um 100 Gramm Wolle zu ergattern. Wer den Maschinenpark und deren beeindruckende Funktionsweise noch nicht gesehen hat, hat bei Führungen auch im kommenden Jahr wieder die Möglichkeit dazu.

5000 Denkmäler saniert
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist eine private, gemeinnützige Stiftung, die sich für den Erhalt bedrohter Baudenkmale einsetzt. Sie wurde 1985 gegründet, Schirmherr ist der Bundespräsident.
Bisher konnte die Stiftung über 500 Millionen Euro für ihre Arbeit einsetzen. Von dem Geld wurden etwa 5000 Denkmäler saniert. Bundesweit ist die Stiftung durch Ehrenamtliche in rund 80 Ortskuratorien vertreten. sd

LN

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