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Segeberg Bühnsdorf setzt auf vier Windkraftanlagen
Lokales Segeberg Bühnsdorf setzt auf vier Windkraftanlagen
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21:19 19.05.2016
Die Gemeinde Bühnsdorf hofft auf Einnahmen aus Windenergie. Bevor es jedoch dazu kommen könnte, müsste die Landesplanung umgestimmt werden. Quelle: Fotos: Petra Dreu (2)/fotolia

Manche Gemeinden, die könnten, wollen nicht. Andere wollen, erfüllen aber die Voraussetzung nicht. Das ist derzeit in Bühnsdorf der Fall. Schon vor einiger Zeit hatte sich die Gemeinde für Windkraft ausgesprochen. Jetzt möchten gleich zwei Firmen an der Landesstraße 84 von Bühnsdorf nach Reinfeld ihre Anlagen bauen. Die Fläche allerdings ist nach der Aktualisierung der Windeignungsflächen vor wenigen Wochen nicht mehr in den Plänen der Landesregierung enthalten.

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Gemeindevertreter hoffen, die Landesplanung umstimmen zu können – Dorf soll wieder Vorranggebiet für Windkraft an der L 84 werden.

Es ist hypothetisch, was Philipp Schmagold, Projektentwickler des Kieler Unternehmens Ebert Erneuerbare Energien, den Gemeindevertretern von Bühnsdorf in ihrer Sitzung am Mittwoch vorgestellt hat.

Vier Anlagen könnten seinen Berechnungen nach auf der an Stubben grenzenden Fläche in Höhe Mönchteich entstehen. Vier Anlagen ergeben sich aber nur, wenn der dort beheimatete Rotmilan nicht mehr in der Mitte des Waldes nistet, sondern am Rand, wie derzeit vermutet wird. Vier Anlagen mit einer Mindesthöhe von 150 Metern hätten dort seiner Berechnung nach Platz. Zwei könnten rechts der L 84 stehen, zwei weitere links davon.

Bis die Pläne realisiert werden könnten, wäre es aber noch ein weiter Weg, Zunächst müssten die Landesplaner davon überzeugt werden, die gerade gestrichene Fläche wieder als Vorranggebiet auszuweisen. „Wir als Unternehmen und die Gemeinde müssten auf die Landesplanung zugehen“, so Philipp Schmagold. Die Zeit dafür sie günstig, denn bis Ende Mai hat die Gemeinde Zeit, eine Stellungnahme zu den Windeignungsflächen abzugeben. Darin sind sich die Gemeindevertreter einig: Bühnsdorf soll die erneute Aufnahme besagter Flächen als Vorranggebiete für Windkraft in den Regionalplan beantragen. Eine entsprechende Stellungnahme soll jetzt nach Kiel geschickt werden.

Zwei der vier Anlagen, nämlich die in Richtung Stubben, könnten durch die Stadtwerke Lübeck entstehen. Seit einem Jahr bemühen sich die Stadtwerke um diesen Standort für zwei Repowering-Anlagen. Nach den Änderungen in der Landesplanung tat sich zunächst nichts, doch jetzt erhielten die Stadtwerke die Zusage, dass ihr Antrag nach dem alten Recht behandelt werde. Projektentwickler Jens Kaben: „Alle anderen Verfahren ruhen. Unser Antrag wird als Sonderfall mit einer Ausnahmegenehmigung weiterbehandelt. Wir hoffen, in sechs Monaten eine Genehmigung zu erhalten.“

Außerdem aus der Sitzung: Die Bühnsdorfer Jäger hatten aus eigener Kasse für 733,80 Euro blaue Wildwarnreflektoren angeschafft. Die Kreisjägerschaft bezuschusste dies mit 660 Euro. Die Gemeindevertreter stimmten dem Antrag von Jägerin Marlies Pielburg zu, dass die verbliebenen 73,80 Euro von der Gemeinde getragen werden.

Petra Dreu

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