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Bürgermeister übergibt Protestnote

Henstedt-Ulzburg Bürgermeister übergibt Protestnote

Henstedt-Ulzburg will die 380-Kilovolt-Ostküstenleitung nicht auf Gemeindegebiet haben. Dieses klare Signal wollte Bürgermeister Stefan Bauer (parteilos) gestern in Kiel transportieren.

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Bürgermeister Stefan Bauer (l.) und Minister Robert Habeck.

Quelle: wh

Kiel. Henstedt-Ulzburg will die 380-Kilovolt-Ostküstenleitung nicht auf Gemeindegebiet haben. Dieses klare Signal wollte Bürgermeister Stefan Bauer (parteilos) gestern in Kiel transportieren. 3600 Bürger hatten mit ihrer Unterschrift gegen die Pläne von Land und Netzbetreiber Tennet protestiert, Bauer übergab die Unterschriftenlisten im Landeshaus an Umweltminister Robert Habeck (Grüne).

Habeck dämpfte die Erwartungen allerdings sofort. Ja, man werde innerhalb des vorgesehenen Korridors noch einmal schauen, welche Trassenvariante am schonendsten für die Menschen in Henstedt-Ulzburg ist. Und man werde aufgrund der neuen Gesetzeslage prüfen können, ob eine Erdverkabelung zumindest streckenweise eine Alternative darstellt. Aber nein, man werde keine neuen Trassenvarianten mehr prüfen. Eine Umgehung der Gemeinde würde anderswo Betroffenheiten auslösen und die Leitung deutlich verlängern, was der Akzeptanz des Netzausbaus insgesamt schaden könnte. Als Minister müsse er nun mal am Ende eine Entscheidung fällen, und das werde er auch tun. Wenn man eine Leitung von A nach B führen müsse, „dann muss ich immer irgendwo durch“. Den Aktenordner mit den Unterschriftenlisten, mit den Bildern der Hände Henstedt-Ulzburger Kindergartenkinder verziert, werde er aber sichtbar in seinem Büro platzieren — als Erinnerung daran, immer wieder nachzufragen, inwieweit der Leitungsausbau dort verträglich voranschreitet.

Bauer hielt dagegen. Eine Erdverkabelung sei nicht immer die beste Alternative. Über einem Waldstück könnte eine hohe Freileitung verträglicher sein, als die für das Erdkabel freizuschlagende 30-Meter-Schneise. Generell fordere man daher weiter eine Umgehung der Gemeinde. Die Gemeindevertretung will jetzt auch noch einen Gutachter beauftragen. Der soll zum Beispiel prüfen, ob die Ostküstenleitung nicht sowieso besser ans Umspannwerk Norderstedt angeschlossen werden sollte.

wh

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