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Segeberg Bürgermeister wirft Ubi „Fake News“ vor
Lokales Segeberg Bürgermeister wirft Ubi „Fake News“ vor
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10:39 26.06.2017
Im Februar hatten die Itzstedter mehrheitlich beschlossen, Juhls Gasthof zu kaufen. Der Vertrag ist allerdings noch immer nicht geschlossen. Quelle: Foto: Ark
Itzstedt

Da auch vier Monate nach dem positiven Bürgerentscheid noch kein Kaufvertrag unterschrieben worden sei, liege dieser Schluss nahe, orakeln die Ubi. Der Verdacht werde dadurch untermauert, dass der Gasthof noch immer auf einem Immobilienportal im Internet zur Miete angeboten werde, „obwohl mehrere Interessenten schon vor dem Bürgerbegehren an die Tür klopften“. Daher sei anzunehmen, „dass eine einsame Absprache zwischen der CDU, FDP und SPD besteht, dass der Gasthof nur gekauft wird, wenn er vermarktungsfähig ist“. Ein Umstand, den die Unabhängigen Bürger Itzstedts, die sich vor dem Referendum gegen den Kauf der Immobilie ausgesprochen hatte, begrüßen würde, stellen sie in ihrer Mitteilung klar.

CDU-Bürgermeister Peter Reese zeigt sich empört. Er wirft der Ubi die Verbreitung von „Fake News“ vor, „um auf sich aufmerksam zu machen und die Bürger zu verunsichern“. Dass der Kaufvertrag bisher noch nicht unter Dach und Fach ist, liege nicht in der Verantwortung der Gemeinde, sondern habe prozessuale Gründe. Unter anderem hatten Widerspruchsfristen eingehalten werden müssen, sodass das Bürgerbegehren erst am 20. Mai rechtskräftig geworden sei, führt Reese aus. Unmittelbar danach sei ein Notar mit der Vertragserstellung beauftragt worden. Dieser habe jedoch angeregt, das Grundstück erst zu vermessen. Das sei nötig, da ein Teil des Areals an den Schützenverein veräußert werden soll, und die Flächen im Kaufvertrag so genau bezeichnet werden könnten. Die Vermessung habe in dieser Woche stattgefunden.

Dass Juhls Gasthof noch immer durch einen von der Gemeinde beauftragten Makler im Internet inseriert sei, habe schlicht den Grund, die Zahl der Interessenten zu erhöhen, um einen geeigneten Bewerber zu finden. Der Kauf sei davon aber in keiner Weise abhängig.

Den Urhebern der Ubi-Pressemitteilung, namentlich Heiko Ehwald und Hartmut Imhäuser, wirft Reese vor, durch ihre Aktion erneut Unfrieden zu stiften. Reese: „Ich bin maßlos enttäuscht. Wir haben uns während des Dorfjubiläums mehrfach gesehen. In einem kurzen Gespräch hätten die Verfasser die notwendigen Informationen bekommen können.“  ov

LN

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