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Segeberg Buße tun statt büßen lassen
Lokales Segeberg Buße tun statt büßen lassen
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21:14 15.11.2016
Von Propst Dr. Daniel Havemann

Ich habe Post bekommen. Post, die man nicht gern bekommt. Post aus Flensburg. Ein Bußgeldbescheid. Nichts Großes zum Glück: 20 Euro für 14 Stundenkilometer zu viel. Mit einem wenig vorteilhaften Bild von mir.

Der Bußgeldbescheid ist einer der wenigen Begriffe, in denen sich das alte Wort „Buße“ in unseren modernen Sprachschatz gerettet hat – und das noch mit veränderter Bedeutung. Ansonsten ist es fast ausgestorben. Das ist nicht nur schade – das ist gefährlich.

„Tut Buße!“ übersetzt Martin Luther die Botschaft Jesu, das meint: „Kehrt um!“, „Ändert euer Leben!“

Heute ist Buß- und Bettag. Bußtage wurden in früheren Jahrhunderten ausgerufen, wenn die Zeiten besonders schwer und notvoll waren: bei Kriegen, Missernten und Hungersnöten. Schon Jesus hat gesagt, dass solche Ereignisse nicht einfach Strafen Gottes sind. Aber er hat auch gesagt, dass unser Leben Auswirkungen hat auf das, was uns widerfährt. Das haben wir im globalen Maßstab neu und schmerzhaft lernen müssen.

Buße zu tun, heißt, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Deshalb sagt Jesus: „Tut Buße!“ Und lasst nicht andere büßen.

LN

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