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Segeberg CDU eröffnet den Wahlkampf in Mözen
Lokales Segeberg CDU eröffnet den Wahlkampf in Mözen
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20:34 13.01.2017
Der Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Gero Storjohann dankte Hauke van Essen (l.) und Claus-Peter Dieck (r.) für ihre langjährige Mitarbeit in der Segeberger CDU. Quelle: Fotos: Petra Dreu
Mözen

Zu einem „kleinen Parteitag“ hatte der CDU-Kreisverband eine Ortsvorsitzendenkonferenz in Dunkers Gasthof umfunktioniert, in dem die 70 anwesenden CDU- Mitglieder auf den bevorstehenden Landtagswahlkampf eingestimmt wurden. „Unsere Landtagswahl hat Signalwirkung, denn sieben Tage später wird in Nordrhein-Westfalen ebenfalls gewählt“, sagte der CDU-Kreisvorsitzende Gero Storjohann, der auch den CDU-Landesvorsitzenden und Spitzenkandidaten Daniel Günther begrüßen konnte. Der gab sich in Mözen siegessicher.

Scharfe Töne von Spitzenkandidat Daniel Günther gegen die Landesregierung – Ehrung für Böge.

„Ich komme gerade vom Neujahrsempfang der Landesregierung, auf dem Torsten Albig letztmalig die Gäste begrüßt hat“, sagte Günther, der von seinen letzten vier Monaten in der Opposition ausgeht. Dass Albig in Kiel eine Koalition aus SPD, Grünen, SSW und Linke angekündigt habe, ist für den Christdemokraten, dessen Partei nach der jüngsten Dimap-Umfrage um acht Prozent vor der SPD liegt, ein Unding. „Ich schließe ein Bündnis mit Rechts- oder Linkspopulisten klar aus. Wenn wir stärkste Kraft in Schleswig-Holstein werden, suchen wir uns den Partner aus, bei dem wir die meisten CDU-Inhalte durchsetzen können“, so Günther.

Der Bund habe den Ländern in der jetzigen Wahlperiode eine Fülle von Geldern zur Verfügung gestellt. „360 Millionen Euro, die für Schleswig-Holstein reserviert waren, sind an andere Länder geflossen, weil dort die Planverfahren abgeschlossen werden konnten“, so Günther, der folglich das gerade erst abgebaute Personal wieder aufstocken möchte. Wie er qualifizierte Mitarbeiter finden will, sagte Günther nicht, räumte aber ein, dass es schwierig sei, Ingenieure für den Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr zu finden: „Ingenieure sind nicht bereit, im öffentlichen Dienst zu arbeiten, wenn sie anderswo 30000 bis 40000 Euro mehr im Jahr verdienen können.“ Auch zur Windkraft bezog der Landes-Fraktionsvorsitzende Stellung: „Die Energiewende ist richtig und wichtig.“ Die Abstandsregelung zur Wohnbebauung allerdings sei seiner Partei zu gering. „Wir sind für eine Erhöhung auf 1200 Meter.“

Mit einem Blumenstrauß wurden Hauke van Essen und Claus-Peter Dieck aus dem Kreisvorstand verabschiedet, in dem beide über Jahre mitgearbeitet hatten. Kurt Barkowsky, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, stellte außerdem das Programm „Kreis Segeberg 95.0“ vor, bei dem der Kreis mit 100 Millionen Euro aufgepeppt werden soll. „Wir wollen neue digitale Arbeitsplätze schaffen, ein flächendeckendes Elektro-Tankstellennetz mit 150 bis 200 Tankstellen im Kreis, ein verbindendes Radwegenetz und freien Internetzugang für alle. Das sind wichtige Standortfaktoren, die den Kreis nach vorne bringen sollen“, so Barkowsky.

Es war 1976, als die jungen Wilden der CDU im Helmut-Kohl-Bundestags-Wahlkampf Sticker mit dem Slogan „Freiheit statt Sozialismus“, den sich heute übrigens die AfD auf die Fahne schreibt, auf Autos geklebt und sich damit den Zorn der SPD zugezogen hatten. In dem Jahr trat Reimer Böge in die CDU ein. Für seine 40-jährige Mitgliedschaft wurde er mit einer silbernen Ehrennadel geehrt. Der EU-Abgeordnete schlug nachdenkliche Töne an. Dass Europa von Politikern wie Erdogan, Trump oder Putin umgeben ist, sollte allen zu denken geben. Gleichzeitig mahnte er Einigkeit in Europa an: „Wenn wir nur streiten, entscheiden irgendwann andere über uns.“

Petra Dreu

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