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Segeberg Carsharing in Norderstedt: Schon die fünfte Station eröffnet
Lokales Segeberg Carsharing in Norderstedt: Schon die fünfte Station eröffnet
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21:16 25.02.2016
Green-Wheel-Chef Birger Holm zeigt die Chipkarte, mit der der Kunde die Carsharing-Fahrzeuge in Norderstedt nutzen kann. Quelle: Fotos: Fuchs
Die Stadt Norderstedt geht stetig weiter auf grünen Schritten in Richtung Umwelt-Metropole. Die Stadtwerke wollen bis 2030 ihren CO2

„Etwa 20 Menschen teilen sich ein Auto. Wir haben zehn bis 32 Buchungen im Monat.“

Christine Werner, Amt Norderstedt

-Ausstoß um 90 Prozent senken. In der Müllerstraße ist ein völlig neuartiges Baugebiet entstanden, wo die Solardächer Elektroautos mit Energie versorgen. Die Ampeln und Straßenlaternen sind längst mit energiesparender LED-Technik ausgerüstet. Und nun wird ein fünfter Standort für das umweltfreundliche Carsharing eingerichtet. Im Heidehofweg nahe der Segeberger Chaussee ist die nächste Station für ein Mietfahrzeug („Green Wheels“) eröffnet worden. Dort steht jetzt ein VW Lupo, den sich jeder Bürger für einige Stunden ausleihen kann.

Anbieter ist die Berliner Firma Green-Wheels des Unternehmers Birger Holm, der seit August 2010 dieses Carsharing-Modell auch in Norderstedt anbietet. Zu den vier Standorten am Birkenweg am Herold-Center, am Harksheider Markt, in der Bahnhofstraße sowie am Postamt am Zob in der Rathausallee ist nun der fünfte Standort hinzugekommen.

Green-Wheels gibt es in mehr als zwei Dutzend Städten in Deutschland. Die Firma verleiht über 300 Fahrzeuge an 250 Stationen, darunter jeweils 70 Standorte in Hamburg und Berlin. Allein in der Hansestadt nutzten rund 2500 Kunden dieses Angebot regelmäßig, sagt Geschäftsführer Holm. In den Niederlanden hat das Unternehmen bereits 1100 Fahrzeuge in 45 Städten im Einsatz. Jedes Fahrzeug werde im Durchschnitt von 35 Personen genutzt, sagt Holm. Das heißt, die hohe Verkehrsdichte — allein in Norderstedt kommen etwa 700 Fahrzeuge auf 1000 Einwohner — könnte sich auf diese Weise in Luft auflösen, wenn dieses Beispiel Schule machte.

Noch hält sich die Begeisterung an dieser Idee des Auto-Teilens mit vielen anderen Nutzern in Norderstedt in Grenzen, sagt Christine Werner vom Amt Nachhaltiges Norderstedt. Rund 100 Kunden zähle Green-Wheels bislang, erklärt sie. „Etwa 20 Menschen teilen sich ein Auto. Wir haben zehn bis 32 Buchungen im Monat.“ Sie führen zwischen 100 und 950 Kilometer pro Monat.

Um das Auto fahren zu können, muss sich der Kunde einmal im Internet anmelden und anschließend einen Vertrag mit Green-Wheels abschließen. Auch eine Kopie des Führerscheins ist vorzulegen. Mit der Bestätigung erhält der Kunde eine Chipkarte, mit der er anschließend überall, wo Green-Wheels dieses Angebot hat, Fahrzeuge ausleihen kann.

Die Gebühr, die sich nach der Zeitdauer, den zurückgelegten Kilometern und dem aktuellen Kraftstoffpreis berechnet, wird vom Konto des Kunden abgebucht. Sie liegt zurzeit bei zwei bis vier Euro pro Stunde zuzüglich 24 bis 34 Cent je Kilometer. Tanken muss der Kunde dann nicht mehr. Das Mindestalter beträgt 24 Jahre. Norderstedt bezuschusst jede Carsharing-Station ein Jahr lang mit bis zu 300 Euro pro Monat, sagt Christine Werner. Dieses Carsharing lohne sich für Menschen, die nur wenig mit dem Auto fahren, sagt Holm. In der Regel seien dies bis zu 6000 Kilometer im Jahr. Aber auch Firmen und Behörden nutzten dieses Angebot für ihre Mitarbeiter, um keine eigenen Fuhrparks vorhalten zu müssen.

Für den Ersten Stadtrat Thomas Bosse zeigt dieses Modell in die mobile Zukunft. „Meine Vision ist die, dass künftig ein ganzer Fuhrpark solcher dann aber elektrisch angetriebenen Fahrzeuge auf öffentlichen Parkplätzen steht.“

Burkhard Fuchs

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