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Segeberg Chaos blieb aus: Zwei Teilnehmer bei Nazi-Demo
Lokales Segeberg Chaos blieb aus: Zwei Teilnehmer bei Nazi-Demo
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00:41 05.06.2016
Und einpacken: der „Deutschland-Fan“ muss abreisen. Quelle: Wulf
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Bad Segeberg

Um 13.10 Uhr war der Spuk gestern schon wieder vorbei, bevor er überhaupt begonnen hatte: Die groß angekündigte Demonstration eines bekennenden Rechtsextremisten quer durch Bad Segeberg ist ins Wasser gefallen. Aus Mangel an Teilnehmern. Neben dem Demo-Initiator hatte sich nur ein weiterer Sympathisant, der an dem Marsch unter dem Motto „Asylmissbrauch stoppen – Gegen die Merkel-Politik“ teilnehmen wollte, auf dem Parkplatz der Mehrzweckhalle vor dem Städtischen Gymnasium eingefunden. Doch selbst dieser war zum geplanten Startzeitpunkt wieder verschwunden. Insgesamt also zu wenig, damit die Polizei die „Versammlung“ begleitet hätte.

„Die Mindestteilnehmerzahl liegt bei drei – die wurde nicht erreicht, deswegen findet die Demonstration nicht statt“, erklärte Silke Westphal, Sprecherin der Polizeidirektion Bad Segeberg vor Ort.

Der Veranstalter hatte bei der Stadt eine Demo mit 60 bis 100 Teilnehmern angekündigt. Auch deswegen war die Polizei mit einem Großaufgebot angerückt. Rund 170 Beamte sicherten den Bereich zwischen Ziegelstraße und Landratspark. Dort war die Gegendemo der Jusos Segeberg bereits um 12.45 Uhr angekommen. Der rund 50 Personen große Tross hatte sich vom Bahnhof durch die Südstadt auf den Weg gen Landratspark aufgemacht. Sowohl beim Marsch als auch bei der Abschlusskundgebung blieb nach Polizeiangaben alles friedlich. Auch das befürchtete Verkehrschaos blieb gestern aus.

Der Demo-Initiator wurde nach der Absage der Veranstaltung mit einem Polizeiwagen davon gefahren. Aus Sicherheitsgründen, wie es von der Polizei hieß. Es ist nicht das erste Mal, dass eine angekündigte Demo des NPD-nahen Veranstalters aus Ostholstein ausfiel: Alleine im vergangenen Jahr kamen seine Demos in Malente und Prenzlau wegen zu weniger Teilnehmer nicht zustande.

 jwu

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