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Segeberg Chefin der „Pusteblume“ will nach Kiel
Lokales Segeberg Chefin der „Pusteblume“ will nach Kiel
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11:30 15.02.2016
Cordula Schultz (50).

Seit der vergangenen Landtagswahl waren die Segeberger Sozialdemokraten durch keinen eigenen Abgeordneten im Kieler Landtag vertreten. Dann rückte zum Start ins neue Jahr Norderstedts Parteichefin Katrin Fedrowitz (42) nach — und nun wirft Cordula Schultz (50), seit 1993 Leiterin des Awo-Familienzentrums „Pusteblume“ in Trappenkamp, ihren Hut in den Ring. Sie möchte Direktkandidatin der SPD für den Landtagswahlkreis Segeberg-Ost werden.

Die Zukunft der Kinder und die Entwicklung der Kommunen hat sich die Genossin dabei als vordringlichsten Themenschwerpunkte auf die Fahne geschrieben. „Chancengleichheit steht bis heute nur auf dem Papier. Kindern aus bildungsfernen Familien ist es bei den heutigen Strukturen immer noch kaum möglich, höhere Bildungsabschlüsse zu erreichen“, ist Schultz überzeugt. Sie selbst arbeite mit Familien zusammen, die bereits in dritter und vierter Generation von Sozialhilfe oder Hartz IV lebten. „Eine Generation vererbt Armut und Perspektivlosigkeit an die nächste. Wir müssen es schaffen, diese Endlosschleife zu durchbrechen.“

Sie kämpfe seit vielen Jahren in Trappenkamp für bessere Lebensbedingungen für Kinder. Einen weiteren „Segeberger Kinderschutzfall“ dürfe es nicht geben. „Mein Ziel ist es, im Landtag für die Interessen der Familien und für die Belange der Kommunen und Kreise zu kämpfen“, sagt Cordula Schultz, die bereits als 16-Jährige in die SPD eingetreten ist und bis heute verschiedene Funktionen für ihre Partei ausgeübt hat. So war sie sechs Jahre lang stellvertretende SPD-Ortsvereinsvorsitzende, stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende und ist seit zwölf Jahren Mitglied des Jugendhilfeausschusses.

Seit 2013 ist sie Kreistagsabgeordnete. Außerdem ist sie Vorstandsmitglied der Awo-Trappenkamp und Vorsitzende des Vereins „Kla-Motte“, eine Kinderkleidertauschbörse in ihrer Heimatgemeinde.

pd

LN

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