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20:23 10.12.2015
Ein kurzer Fototermin im Standesamt für die französischen Austausschüler vom Lycée Polyvalent Les Fontanelles mit Bürgervorsteherin Ingrid Altner (2.v.r.). Quelle: Domann

Tausche Clementine gegen . . . Mit dieser Tauschaktion, eine Aufgabe der Stadtrallye, überwanden gestern 36 Austauschschüler aus Louviers die Hemmschwelle, Fremde mit ein paar Worten Deutsch anzusprechen.

„Sie waren erfolgreich. Süßigkeiten, kleine Schokotäfelchen und eine Rose haben unsere Schüler erhalten. Die Rose haben sie Frau Altner geschenkt“, erklärt Deutschlehrer Frédéric Planchais vom Lycée Polyvalent Les Fontanelles. Für zehn Tage sind seine Kollegen Ahmed Kaskassi, Alexis Rousselin, er und die Schüler in Bad Segeberg. Es ist der 23. Austausch zwischen dem Lycée und der Dahlmannschule.

„Es liegt am Engagement der Lehrer, dass so viele Schüler am Austausch teilnehmen“, sagt Olaf Repenning, Französischlehrer der Dahlmannschule, und sein französischer Kollege Rousselin fügt hinzu, dass er mit dem Austausch die Schüler für die deutsche Sprache ködern könne. Schüleraustausche mit England oder Spanien gebe es nur selten.

Zum Austauschprogramm gehören neben den Exkursionen nach Hamburg, Lübeck und Berlin auch die Begrüßung von Bürgervorsteherin Ingrid Altner. Sie zeigte gestern den Schülern das Trauzimmer und die Ausstellung „Kriegsende in Bad Segeberg“. „Ich bin im Krieg geboren“, sagte Ingrid Altner und erzählte Kindheitserinnerungen. So habe es damals Lebensmittelmarken gegeben, und in ihren Schulbüchern habe der Zusatz „mit Genehmigung der britischen Militärregierung“ gestanden.

Zur Stärkung für den langen Vortrag über die Kreisstadt gab es für Schüler und Lehrer einen Honiglolly von der Imkerschule. Während die Jugendlichen den schleckten, referierte die Bürgervorsteherin über die Gründung der Stadt und den großen Staatsmann Heinrich Rantzau. Auch die Themen Schule, Verwaltung, Gesundheit und Sport fehlten nicht.

„Ich habe mich auf den Empfang gefreut“, sagte die 15-jährige Charlotte Lefeufe. Auch die Rallye habe ihr gefallen, es sei gut gewesen. Die Passanten hätten den vielen französischen Jugendlichen lieb und entspannt Auskunft gegeben. Da sie die deutsche Sprache und Kultur attraktiv finde, habe sie sich für Deutsch entschieden. Solche Überlegungen hatte Nathan Lecat (15) nicht. Er hat die Sprache gewählt, weil er mit seinen Kumpeln zusammen sein wollte. Und deutsche Autos seien klasse.

Große Unterschiede zwischen den beiden Ländern können die beiden noch nicht feststellen. Das Klischee des deutschen Michel mit der Schlafmütze kennen sie nicht. Was aber eindeutig anders ist, ist das Frühstück. Zu Hause gibt es ein Croissant und eine Schüssel Milch. „Wie lebt der andere, welche Erfahrung mache ich in der Fremde, das sind Themen der Projektarbeit, die die französischen und deutschen Schüler gemeinsam bearbeiten“, sagt Repenning. So wollen die Jugendlichen kurze Videos ähnlich der Arte-Fernsehsendung „Karambolage“ drehen. Dort werden Eigenheiten und Kuriositäten beider Kulturen gezeigt.

sd

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