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DRK: Eine Leitung für beide Flüchtlingsheime

Schackendorf/Warder DRK: Eine Leitung für beide Flüchtlingsheime

Nach der Kündigung der Heimleitung in der Kreisunterkunft Schackendorf: Leiterin aus Warder übernimmt Posten zusätzlich.

Schackendorf/Warder. Die Ausschreibung für den Betrieb der Asylbewerberunterkünfte des Kreises Segeberg in Warder und Schackendorf ist immer noch nicht abgeschlossen. Betrieben werden beide Einrichtungen derzeit kommissarisch vom Deutschen Roten Kreuz (DRK), doch auch andere Organisationen wie die Diakonie haben ebenfalls ihr Interesse bekundet.

„Niemand fragt die Flüchtlinge, was sie meinen.“ Jan Simowitsch, Vorstand „Alleineinboot“

Dass sich das DRK vor wenigen Tagen von der Leitung der im Januar nach umfangreichen Sanierungsarbeiten erneut in Betrieb genommenen Schackendorfer Unterkunft getrennt hat, kam somit zu einer denkbar ungünstigen Zeit.

Gründe für die Kündigung wurden weder der bisherigen Heimleitung mitgeteilt, noch äußerten sich der Kreis oder das DRK dazu. „Das ist eine personalrechtliche Entscheidung des DRK, und es obliegt dem Kreis nicht, dies zu bewerten“, so der Kreis Segeberg in einer Pressemitteilung. Nach einem gemeinsamen Gespräch zwischen Kreis und DRK wurde inzwischen die Regelung getroffen, dass die Leiterin der Flüchtlingsunterkunft in Warder, Susanne Neitemeier, die Gesamtleitung für beide Häuser übernehmen wird.

In Warder selbst wird neben einem Hausmeister eine Vollzeitkraft für die Hausbetreuung präsent sein. Ergänzend sollen kurzfristig zwei weitere Halbtagskräfte eingesetzt werden, heißt es in der Mitteilung des Kreises. In Schackendorf sei darüber hinaus eine weitere Vollzeitkraft für die Betreuung eingesetzt. Sobald das Hauptgebäude in Warder für die Unterbringung von Asylsuchenden zur Verfügung stehe, werde dort eine weitere Vollzeitstelle für die Betreuung besetzt. „Der Kreis Segeberg geht davon aus, dass durch diese Maßnahmen der ordnungsgemäße Betrieb beider Einrichtungen durch das DRK weiterhin gewährleistet ist“, teilte Gernot Schramm, Sprecher des Landrates, mit.

Unverständnis herrscht derweil beim Verein „Alleineinboot“, der viele der in Schackendorf untergebrachten Flüchtlinge betreut und verschiedene Projekte in der Einrichtung angeschoben hat. „Die Zusammenarbeit des Vereins mit der Einrichtung in Schackendorf war stets konstruktiv. Es gab viele tolle Projekte, die wir dort umgesetzt haben. Die Zusammenarbeit mit der Heimleitung war dabei immer gut und konstruktiv“, bestätigte Vorstandsmitglied Jan Simowitsch, der noch am Mittwoch zur Verabschiedung einer Familie in Schackendorf war. „Die Stimmung dort war nett und friedlich. Es war eine absolut entspannte und harmonische Atmosphäre“, so der ehemalige Kirchenmusiker, der inzwischen Dozent für Popularmusik der Nordkirche ist. Auch die zuvor gekündigte Heimleitung sei anwesend gewesen, um sich persönlich von der Familie zu verabschieden.

Bei den Flüchtlingen sei die ehemalige Heimleitung sehr beliebt gewesen, war von verschiedenen Seiten zu hören. Dass Asylbewerber vor dem Kreishaus mit Transparenten gegen die Kündigung protestiert hatten, kam aber nicht gut an. Die Vermutung wurde geäußert, dass die nicht der deutschen Sprachen mächtigen Flüchtlinge instrumentalisiert worden seien. Jan Simowitsch wünscht sich mehr Kommunikation: „Ganz viele Leute sagen, was aus ihrer Sicht das Beste für die Flüchtlinge wäre. Doch niemand fragt sie selbst nach ihrer Meinung.“

Petra Dreu

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