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Da zieht‘s einem die Schuhe aus

Bad Segeberg Da zieht‘s einem die Schuhe aus

Super Stimmung bei „Rock das Rentier“ in der ausverkauften „Mühle“ — Jan Simowitsch zertrümmert Gitarre.

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Für ein Tänzchen mit dem Rentier wurden auf der Bühne in der „Mühle“ sogar die Stöckelschuhe beiseite gestellt.

Quelle: Fotos: Petra Dreu

Bad Segeberg. Abschiedsschmerz, Tränen, Mut, eine kaputte Gitarre, jede Menge gute Musik und ein rockendes Rentier: Bereits im Vorfeld war die zweite Auflage von „Rock das Rentier“ im Jugendzentrum „Mühle“ ausverkauft. Mit Soul, Pop, Rock und Klängen aus Afghanistan hat sich das abgefahrene Konzert einen Platz im Herzen der Segeberger erobert.

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Der Rock-Pop-Chor der Kreismusikschule hatte kleine und große Fans mitgebracht.

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Dicht gedrängt stand das Publikum vor der Bühne, die lange als solche nicht zu erkennen war. Bestückt mit ausgeklügelter Licht- und Tontechnik aber hatte auch sie wieder ein profihaftes Aussehen bekommen. Genau so professionell wirkten die Mitglieder des Rock- und Popchores unter der Leitung von Miriam Schüler. Selbst Krankheitsausfälle konnten dem von neun auf sechs Mädchen dezimierten Chor nichts anhaben. Er begeisterte mit Klassikern wie „Hit the road, Jack“ ebenso überzeugend wie mit Ed Sheerans „I see fire“.

Hätte es eine Plakette für „Mut“ zu verteilen gegeben, so wäre diese sicherlich an den jungen Afghanen Mazoud gegangen, der seit einem Jahr in Deutschland lebt. Als er von dem Konzert, das vom Verein „alleineinboot“ mitveranstaltet wurde, gehört hatte, gab es für ihn kein Halten mehr. Gemeinsam mit Thomas Minnerop vom Jugendzentrum und seiner Band stimmte er den afghanischen Rocksong „Salamalek“ an, was so viel wie „Hallo“ heißt. „Wir hatten nur eine Probe, und es ist tierisch mutig, sich hierhin zu stellen. Deshalb müssen jetzt alle mitsingen, den Refrain muss man bis Afghanistan hören“, so Minnerop. Mazoud strahlte hinterher über das ganze Gesicht und wünschte allen ein frohes Fest.

Abschied nehmen hieß es dagegen für Jan Simowitsch, der ab Januar Bildungsreferent für Popularmusik der Nordkirche wird. Die außergewöhnliche Soulformation „Mountain Soul Unit“ ist sein Werk. 2009 gegründet, hatte er den jungen Nachwuchsmusikern und -sängern das musikalische „Laufen“ beigebracht. Er hat sie geformt und eine deutliche Handschrift hinterlassen. „Dass er weggeht, ist sehr schade, denn er ist nicht nur unser Leiter, sondern er ist auch ein Freund“, sagte Percussionist und Sänger Ole Käbel. Er will aber nicht mit Wehmut an den Abschied denken, sondern sieht auch die positiven Seiten: „Für uns ist es eine Chance, uns weiterzuentwickeln. Einen neuen Leiter gibt es noch nicht. Wir werden zunächst in Eigenregie weitermachen.“

Ein Abschiedslied nach der Melodie von „People, get ready“ hatten einige Bandmitglieder geschrieben. „Wir wollten Dir noch sagen, dass Du wichtig für uns bist“, lauteten die ersten Zeilen, die den scheidenden Kirchenmusiker mitten ins Herz trafen. Zum Abschied erfüllten sie ihrem Ziehvater einen besonderen Wunsch: Als Rockmusiker hat Jan Simowitsch immer davon geträumt, einmal eine Gitarre auf der Bühne zerschlagen zu können. Am Sonntag war es soweit: Eine alte, kaputte Wandergitarre stand bereit. Sie erwies sich aber als äußerst robust. Mehrere Hiebe waren nötig, bis Jan Simowitsch das Instrument endlich in seine Einzelteile zerlegt hatte.

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Sparkasse Südholstein

Namen der Spender werden in den LN veröffentlicht. Wer anonym bleiben will, trägt im Verwendungszweck der Überweisung „bitte anonym“ ein.
„Für uns ist es auch eine Chance, uns weiterzuentwickeln.“
Musiker Ole Käbel über
den Abschied von Jan Simowitsch

Petra Dreu

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