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Segeberg Dahlmannschule soll neuen Pausenhof bekommen
Lokales Segeberg Dahlmannschule soll neuen Pausenhof bekommen
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21:31 13.07.2016
Schön aufgeräumt und ordentlich, aber wenig kindgerecht: So präsentiert sich der Schulhof der Dahlmannschule – hier ein Luftbild von 2014 – jetzt sollen die Flächen mit Spielgeräten aufgemöbelt werden. Quelle: Glombik

Trampolin, Rasensofa, eine Longboardstrecke und noch vieles mehr: Die städtische Dahlmannschule soll einen neuen Schulhof bekommen, der mehr Aktivitäten für jüngere Schüler erlaubt. Dafür stimmten vor Kurzem die Politiker von Bauausschuss und Hauptausschuss. Jetzt muss nur noch die Stadtvertretung am Dienstag, 19. Juli, ihr Okay für die Pläne geben – was als sicher gilt – dann kann 2017 die Umgestaltung für rund 80 000 Euro beginnen.

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Stadtpolitiker stimmten für ein neues Konzept mit Bewegungsgeräten speziell für jüngere Schüler – 80000 Euro Kosten – Bedenken wegen erhöhter Unfallgefahren.

Eigentlich hat das Gymnasium keinen Schulhof im klassischen Sinne. Der Pausenhof ist quasi eingebettet in einen großen Eingangsbereich, der von hohen Buchenhecken flankiert wird. Es gibt zwar einige Beton-Tischtennisplatten, doch ansonsten fehlen Pausen-Angebote für Schüler verschiedener Altersstufen. Ergänzend zum Schulhof soll auch ein Innenhof auf dem Schulgelände mit großen „Klang-Elementen“, wetterfesten Musikinstrumenten, ausgestattet werden. Das soll die verarmte Stadt nichts kosten, hier werden von der Schule noch Sponsoren gesucht. Ein Musikinstrument soll in Eigenarbeit entstehen, erfuhren die LN von der stellvertretenden Schulleiterin Grit Sabelus.

Doch wenn Schüler nicht nur „chillen“, sondern aktiv werden, drohen Gefahren: CDU-Politiker Volker Stender erinnerte daran, dass das Städtische Gymnasium wegen drohender Unfälle dankend auf ein Trampolin auf seinem Schulhof verzichtet hatte. Auch Annelie Eick (Grüne) warnte davor , dass bei den geplanten, wetterfesten Hängematten „der eine oder andere Finger dazwischenkommen wird“. Es würden nur Geräte aufgestellt, „die für solche Zwecke zugelassen sind“, beruhigte Bauamtsleiterin Antje Langethal.

„Mir fehlt eine genaue Auflistung der Kosten der einzelnen Spielgeräte“, monierte Stender. 80 000 Euro, das seien nur „Kostenschätzungen“, stellte Antje Langethal klar. Annelie Eick kritisierte, dass die älteren Schüler „gar nicht berücksichtigt werden“. Auch vermutet sie Geräuschbelästigungen für Schüler, wenn im Innenhof die Klang-Elemente laut dröhnen und nebenan Klausuren geschrieben werden.

Dieser Innenhof werde ohnehin eher von den Oberstufenschülern genutzt. Und die geplanten Musikinstrumente dürften nur dann betätigt werden, wenn ein Musikpädagoge dabei sei, erwiderte Antje Langethal etwas blauäugig.

Anders als die „Großen“, die in der unterrichtsfreien Zeit die nahe Fußgängerzone nutzen, dürfen jüngere Schüler das Schulgelände nicht verlassen. Da sei es wichtig, diesen wenigstens „Bewegungselemente“ auf dem Schulhof zu bieten, so Langethal. Die vorliegende Planung sei auch eine Projektarbeit, die Schüler und Lehrer gemeinsam mit Unterstützung der Landschaftsarchitekten im Unterricht und bei einer Aktionswoche entwickelt haben. Schon deshalb werde auch nicht der Kinder- und Jugendbeirat der Stadt zur Planung befragt. „Hier sind primär die Dahlmannschüler beteiligt worden.“

Ursula Michalak, Vorsitzende des städtischen Hauptausschusses und Lehrerin an der Dahlmannschule, sieht einen großen „Nachholbedarf“ des Gymnasiums gegenüber anderen Schulen. Und zu den befürchteten Schulhof-Gefahren meinte sie nur, dass bei der Anschaffung jedes Gerätes vorher mit der Gemeindeunfallversicherung gesprochen werde. „Das soll etwas richtig Schönes werden, nicht nur ein paar Steine und Tischtennisplatten.“

Möblierter Schulhof

Ein Schwebeband zum Balancieren und Trampoline könnten die Attraktion auf dem Schulhof der Dahlmannschule werden. Das zentrale Schwebeband-Spielobjekt möchte die Schule selbst mit einem Sponsorenlauf finanzieren. Auch die Tischtennisfreunde sollen nicht zu kurz kommen. Drei bis vier Platten sind vor dem Schulgebäude geplant. Ansonsten soll der Schulhof zu einem Spielplatz mit Kunstsitzobjekten, Hängematten, Rasensofa und einem Drehring „Supernova“ werden.

Wolfgang Glombik

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