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Segeberg Dank Westerrader Torwart-Genen auf dem Weg zum Profi-Kicker
Lokales Segeberg Dank Westerrader Torwart-Genen auf dem Weg zum Profi-Kicker
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22:24 03.01.2014
Die Zeiten, in denen Morten (links) und sein jüngerer Bruder Jesse (14) mit der Playstation spielen können, sind rar geworden. Quelle: Fotos: Petra Dreu
Westerrade

Den Traum von einer Karriere als Profi-Fußballer haben schon viele Kinder und Jugendliche geträumt. Der 16-jährige Morten Behrens aus Westerrade ist seinem Traum bereits ein Stückchen näher gekommen. Er spielt in der B-Jugend des Hamburger Sportvereins und hofft auf eine Vertragsverlängerung für die A-Jugend, um von dort in den Kader der HSV-Bundesliga-Mannschaft aufgenommen zu werden.

Mit sechs Jahren begann Morten Behrens beim SV Westerrade Fußball zu spielen. Alle Positionen hat er ausprobiert, gelandet jedoch ist er, wie schon sein Vater Jens (47) und seine Mutter Astrid (45), im Tor. Astrid Behrens war die Nummer 1 der Frauenmannschaft des SV Westerrade, Jens Behrens führte die Herren- und später die Altherren-Mannschaft an. „Als Junge wäre ich auch gerne Profi-Torwart geworden. Nur leider bin ich über die Kreisauswahl nicht hinausgekommen. Mich hat keiner gefragt, ob ich in einem der großen Vereine spielen möchte“, sagt Jens Behrens, der wie seine Frau mächtig stolz darauf ist, seine Torwartgene an den ältesten Sohn weitergegeben zu haben.

Im Gegensatz zu seinen Eltern hatte Morten Behrens bereits mit zwölf Jahren Anfragen von zwei Vereinen. Der VfB Lübeck bemühte sich nach einer „Mini-WM“ auf der Lohmühle um den Schüler. Der HSV war durch Thomas Nagel auf den jungen Westerrader aufmerksam geworden. Thomas Nagel war nicht nur Trainer der Kreisauswahl, sondern auch Talentscout des HSV. Dass sich Morten Behrens 2009 für den Lübecker Fußballverein entschied, hatte allein praktische Gründe: Lübeck ist schneller zu erreichen und in Mortens Jahrgang wurde weniger trainiert als beim HSV.

„Und trotzdem, wären die Großeltern nicht gewesen, wäre es nicht gegangen“, erzählt Astrid Behrens, die neben Mann und Großeltern den Fahrdienst nach Lübeck übernommen hatte. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie wichtig es ist, dass die ganze Familie hinter dem Sport steht. „Wenn sie das nicht tut oder sich die ganzen Fahrten nicht leisten kann, können Kinder nicht so weit wie Morten kommen“, ist sie überzeugt.

Erst 2013, als Morten den Realschulabschluss in der Tasche hatte, wechselte er in die B-Jugend des HSV, trainierte fortan im Norderstedter Nachwuchs-Leistungszentrum und wurde Stammspieler. Zwei Monate Zwangspause musste er durch das Pfeiffersche Drüsenfieber einlegen. Jetzt jedoch ist er wieder voll da und erwartet voller Spannung die Vertragsverhandlungen für die A-Jugend, von der aus der Sprung in die Herrenmannschaft der Bundesliga nicht mehr weit ist.

Mit Finn Porath, der im Internat des HSV wohnt (wir berichteten), hat Morten Behrens bereits in Lübeck zusammengespielt. Im Gegensatz zu dem einstigen Mannschaftskameraden hat sich der Torwart, der derzeit für die Fachhochschulreife an den Beruflichen Schulen des Kreises Segeberg büffelt, aber vorerst gegen das Internat entschieden. „Ich bin lieber hier in meiner gewohnten Umgebung bei meiner Familie. Aber wenn es mit der Schule mal nicht mehr klappt, käme auch das Internat in frage. Bislang aber klappt es“, sagt Morten Behrens, der viermal wöchentlich von einem HSV-Bus abgeholt wird. Am Wochenende stehen dann die B-Jugend-Spiele in der Bundesliga Nordost an, die ihn immerhin bis Jena, Berlin und Dresden führen.

Rar ist die gemeinsame Zeit mit seinem Bruder Jesse (14) geworden, der als Bayern-München-Fan mit seinem Bruder am liebsten die Partie Bayern : HSV auf der Playstation spielt. Jesse ist froh, mehr Freizeit als sein großer Bruder zu haben. Auf die nämlich muss Morten Behrens noch eine Weile verzichten, wenn er als Profi Karriere machen will. „Ich will mich weiterentwickeln und erfolgreich sein“, sagt der zielstrebige Westerrader. Tipps dafür hat er bereits von einem Spieler bekommen, der seit Sommer 2012 „die Bude“ der Hanseaten sauber hält: HSV-Torwart René Adler.

Petra Dreu

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