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Dank an Bäcker, Bauer und Regenwurm

Blunk Dank an Bäcker, Bauer und Regenwurm

Mehr als 200 Kinder und Erwachsene haben am Sonntag im Landhaus Schulze-Hamann ein ganz besonderes Erntedankfest gefeiert: Sie lernten nicht nur, dass Regenwürmer eine bedeutsame Rolle bei der Ernte spielen, sondern auch, dass der Weg vom Apfel zum Apfelsaft Muskelkraft erfordert.

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Jannek (4), Anna (10), Jari (4) und Jonny Tayler (5, v. l.) wechselten sich an der Apfelpresse ab.

Quelle: Fotos: Dreu

Blunk. Auf dem „Altartisch“ im großen Saal des Landgasthofes türmten sich neben einem Kreuz Schüsseln mit Pflaumen und Äpfeln, riesige Kürbisse, Möhren, Kartoffeln und große Kohlköpfe. Daneben dienten Strohballen als Sitzplätze, die jedoch bei Weitem nicht ausreichten. Deshalb hatten es sich die meisten Kinder auf dem Fußboden gemütlich gemacht, von denen viele die evangelischen Kindergärten in Blunk und Tensfeld sowie den DRK-Kindergarten „Immenhuus“ in Klein Rönnau besuchen. Vom Boden aus verfolgten sie aufmerksam, was ihnen Pastorin Rebecca Lenz zu sagen hatte.

LN-Bild

Mehr als 200 Kinder und Erwachsene haben am Sonntag im Landhaus Schulze-Hamann ein ganz besonderes Erntedankfest gefeiert: Sie lernten nicht nur, dass Regenwürmer eine bedeutsame Rolle bei der Ernte spielen, sondern auch, dass der Weg vom Apfel zum Apfelsaft Muskelkraft erfordert.

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Sie war von dem besonderen Rahmen des Erntedankfestes ebenso begeistert wie Eltern und Kinder, auf die sie ihren Gottesdienst mit den Themen Ernten, Teilen und Danken ausgerichtet hatte. Mit dem Dank an den Bäcker für das leckere Brot fing alles an. Die Kinder lernten dabei auch, dass es von der Aussaat des Korns bis zum knusprigen Brot ein weiter Weg ist. Folglich gehöre nicht nur dem Bäcker der Dank, sondern auch dem Lkw-Fahrer, der das Mehl gefahren, und dem Bauern, der das Korn ausgesät und geerntet hat. Nicht zu vergessen die Sonne und der Regen. Auch ihnen gebühre Dankbarkeit, denn ohne sie könne nichts wachsen, erfuhren die Kinder.

Dass der Boden für das Getreide eine wichtige Rolle spielt, und dass ganz viele Helfer dafür sorgen, dass die Bodenbeschaffenheit gut ist, erfuhren die Kinder nach dem Gottesdienst am Stand von „Slow Food“: In einer Petrischale hatte Daniel Diehl Ackerboden nebst Regenwurm mitgebracht, der in Übergröße auf einem Bildschirm betrachtet werden konnte. „Wir versuchen, den Kindern begreiflich zu machen, was Boden ist und dass der kleine Wurm mithilft, daraus einen fruchtbaren Boden zu machen“, erzählte Diehl.

In der Restaurantküche, die für den normalen Restaurantbetrieb den ganzen Tag geschlossen hatte, war teilweise kein Durchkommen mehr, so viele Kinder hatten sie in Beschlag genommen, um selbst zu schneiden, zu kneten und zu rühren. Blunks Bürgermeisterin Wiebke Bock backte mit ihnen Muffins. Silvia Janzen von der Stiftung Naturschutz veredelte mithilfe der Kinder Quark mit Wildkräutern zu einem Kräuterdip. Restaurant-Mitarbeiterin Ulrike Saggau backte mit den Kindern Brot, und ihr Kollege Elias Schritt zeigte ihnen in einem Tagungsraum, wie Nudeln hergestellt werden.

Das kam besonders gut bei den Kindern an: Die Nudeln wurden nicht nur geschnitten, sondern auch gekocht und durften anschließend gegessen werden. Das war jedoch noch längst nicht alles: Die Helfer der „Kinderküche auf Tour“ steckten zusammen mit den Kindern bunte und vor allem gesunde Früchtespieße. Dass die Ernte auch Kraft erfordert, erfuhren sie bei Thorben Schulze-Hamann. Er zeigte ihnen, dass Äpfel erst zerkleinert werden müssen, bevor daraus Saft gepresst werden kann, den die Kleinen dann noch an Ort und Stelle trinken durften.

An vielen weiteren Ständen erfuhren die Besucher Wissenswertes über Nahrungsmittel und nachhaltige Bewirtschaftung. Nach dem Fest waren nicht nur die Kinder und deren Eltern glücklich, sondern auch Restaurantchefin Angela Schulze-Hamann. Ihr Küchenteam und ihre Familie waren geschafft, aber mehr als zufrieden. Angela Schulze-Hamann: „Was die Kinder heute gelernt und erlebt haben, ist so wichtig. Wir freuen uns sehr, dass viele mitgemacht haben.“

 Von Petra Dreu

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