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Segeberg Das DRK gibt Ende Oktober Leitung der Kreis-Flüchtlingsheime ab
Lokales Segeberg Das DRK gibt Ende Oktober Leitung der Kreis-Flüchtlingsheime ab
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02:14 13.09.2016
Ende Oktober kommt eine neue Leitung: Das DRK zieht sich aus der Betreuung der Kreis-Unterkünfte – wie hier in Warder – zurück. Quelle: Glombik

Die Ausschreibung für den Betrieb der Asylbewerberunterkünfte des Kreises Segeberg in Warder und Schackendorf ist im zweiten Anlauf noch nicht abgeschlossen. Aber eines ist sicher: Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ist nicht mehr mit im Spiel. Aus eigenem Antrieb. „Wir haben bis Ende Oktober den Auftrag kommissarisch übernommen und uns aber dazu entschieden nicht weiterzumachen“, teilte Matthias Deerberg von der Flüchtlingshilfe des DRK Segeberg den LN auf Anfrage mit.

Das DRK möchte seinen Schwerpunkt künftig auf die Betreuung der Landeseinrichtungen legen. In Schackendorf und Warder habe das Rote Kreuz fünf Mitarbeiter. Alle sollen Angebote bekommen haben, in die Landeseinrichtungen zu wechseln, zum Beispiel in den Levo-Park. „Wir werden deshalb keinen Mitarbeiter freisetzen“, betonte Deerberg. Wenn ein anderer Betrieb den Zuschlag bekomme, könnte es auch die Möglichkeit geben, dass dieser Mitarbeiter übernehme.

Zu den Gründen für das plötzliche Aus in der Zusammenarbeit mit dem Kreis wollte sich Deerberg nicht äußern. Im Juni hatte sich das DRK von der Heimleiterin in Schackendorf plötzlich getrennt, was für großen Unmut sorgte. Über Probleme im Umgang mit dem Kreis wollte sich Deerberg nicht äußern. „Wir hatten uns erst an der Ausschreibung beteiligt, dann aber kein Angebot abgegeben, weil für uns die Rahmenbedingungen nicht stimmen. Die können wir so nicht mittragen“, sagte er nur. An der Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Kräften läge es nicht, die sei „sehr gut“, betonte Deerberg.

Beim Kreis zeigte man sich einsilbig. „Es ist eine Entscheidung des Trägers, ob er sich bewirbt oder nicht“, sagte Elke Andrasch. Sie ist beim Kreis für die Flüchtlingsbetreuung zuständig. Aus dem Vergabeverfahren dürfe sie nichts mitteilen. Nur so viel: Da das erste Ausschreibungsverfahren wegen eines Formfehlers aufgehoben werden musste, laufe jetzt ein neues. Die Entscheidung dazu werde im Oktober durch den Kreistag gefällt. Eine Betreuung in den Kreisunterkünften in Warder und Schackendorf werde immer gewährleistet sein, versprach sie. In Warder ist derzeit nur das Bettenhaus mit 20 bis 30 Asylbewerbern belegt. In Schackendorf sollen es zwischen 40 und 50 Flüchtlinge sein.

Vonwolfgang Glombik

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