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Segeberg Das Fest der vereinten Nationen
Lokales Segeberg Das Fest der vereinten Nationen
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20:21 10.06.2017
Trommelnd und tanzend ging es in Richtung Innenstadt: Ganz Wahlstedt war gestern auf den Beinen, um auch 50 Jahre Stadtrechte zu feiern. Quelle: Fotos: Hiltrop
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Wahlstedt

Ob nun im Portugiesischen „Uma bonita Festa“, im Albanischen „Një festë e bukur“, auf Türkisch „Güzel bir kutlama“ oder eben auf Deutsch: „Ein schönes Fest“.

Hunderte Wahlstedter säumten die Strecke bis zum Markt, wo gestern das traditionelle Fest gefeiert wurde.

Genau das gab es gestern in Wahlstedt für all diejenigen, die sich auf den Weg in die Innenstadt gemacht hatten – und das waren viele. In einem großen Festumzug ging es zuvor durch die Straßen der Stadt, die von Hunderten von Menschen gesäumt waren. Sambatrommler und Folkloregruppen, Grundschulkinder, Eltern, der Kinderschutzbund, die Pfadfinder, das THW, der Spielmannszug Bad Segeberg und viele mehr begleiteten das „Löwen-Präsidium“ und die Verwaltungsspitze.

Die vom Lions-Club der Stadt zum 22. Mal auf die Beine gestellte Sause stand, anders als in den Jahren zuvor, nicht nur unter dem Motto der vielen Nationen, die hier gemeinsam leben, arbeiten und feiern – 68 sind es derzeit. Diesmal gab’s sozusagen die große Doppelpack-Party: Zum traditionellen Fest der Nationen kam das halbe Jahrhundert Stadtrechte on top. „Ich begrüße die vereinten Nationen von Wahlstedt. Sie stehen für ein gutes Zusammenleben“, merkte der Bundestagsabgeordnete Franz Thönnes (SPD) an, und Axel Bernstein, christdemokratischer Landtagsabgeordneter, fand ebenfalls warme Worte zum guten Gelingen.

Und weil doppelt bekanntlich besser hält, begrüßte Matthias Bonse, der amtierende Wahlstedter Lions-Club-Präsident, erst einmal den Bürgermeister der Stadt – sich selbst – und lobte den ob der guten Zusammenarbeit für die Veranstaltung. Dem humorigen Start in eigener Sache folgte die feierliche Eröffnung zusammen mit dem Bürgervorsteher Horst Kornelius – als Veranstaltungs-Moderator auch er in Doppelfunktion. Gemeinsam ließen die Männer symbolträchtig und als Zeichen friedlichen Miteinanders einen Schwarm weißer Tauben aufsteigen. Für die ging’s nach Hause Richtung Bad Oldesloe, für die Bürger, die sich dicht auf dem Marktplatz drängten, erst richtig los. Die Trommler der brasilianischen Folkloregruppe „Maracatu“ machten den Anfang. Südostasiatisch wurde es mit der Gruppe „Indonesia“, die ihre Anklung-Instrumente, sehr speziell klingende Idiofone aus Bambus, dabei hatten.

Die Lions-Party ist stets mehr als Bühnenprogramm. Sie ist Sardinen und Piri-Piri-Huhn am Stand der Portugiesen, türkische Falafel und Tantuni, Zuckerwatte und Bratwurst. Die Geschäfte haben länger geöffnet. Die Kinder-Spielmeile wird von Vereinen und Verbänden bereichert. Kurz: Viele bringen sich ein in das Multikulti-Fest.

Zum besonderen Tag wurde der gestrige für Wolfgang Storch. Der wollte vor weit mehr als 20 Jahren vor dem Hintergrund ausländerfeindlicher Anschläge andernorts ein Zeichen des Miteinanders setzen. Er initiierte das Wahlstedter Fest der Nationen, das seither seine Handschrift trägt. Als „Persönlichkeit, die sich für die sozialen Ziele der Stiftung verdient gemacht hat“ erhielt er von Distrikt-Governor Dr. Petra Hänert die höchste Auszeichnung, die der Lions-Club zu vergeben hat: den Melvin-Jones-Fellow-Award.

Ein Fazit vom Fest der Nationen lesen Sie am Dienstag in den Lübecker Nachrichten. Und das Jubiläumsjahr hat gerade erst Halbzeit. Am 25. Juni geht es mit dem traditionellen Nachbarschaftsfest in der Kronsheider Straße weiter.

Heike Hiltrop

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