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Segeberg Das Landesjugendorchester ist fest in Segeberg angekommen
Lokales Segeberg Das Landesjugendorchester ist fest in Segeberg angekommen
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18:14 09.04.2016
Das Landesjugendorchester am Freitagabend bei der Generalprobe in der Jugendakademie . . .

Bereits der Blick auf den übervollen Parkplatz sprach Bände: So viele Zuhörer wie bei seiner Generalprobe am Freitag hatte das Landesjugendorchester, seit es in der Bad Segeberger Jugendakademie residiert, noch nie. Und interessant war ein weiterer Blick auf die Autokennzeichen: Da kamen nicht allein die Eltern und Verwandten der jungen Musiker (die ihre Kinder regelmäßig zum Ende der Ferien-Arbeitsphase abholen), sondern auch sehr, sehr viele Segeberger. Bis zum nahen Landesturnierplatz reichten die Fahrzeugkolonne.

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Bei der Generalprobe am Freitagabend gab es einen neuen Zuhörerrekord / Dieses Mal war „Wien!“ mit Ausrufezeichen das Thema von GMD Peter Sommerer.

„Es ist toll, wie das Lan-

desjugendorchester in Bad Segeberg angekommen ist.“ Christine Braun, Jugendakademie

„Dass Segeberger zur abschließenden Generalprobe kommen, hat immer mehr zugenommen, seit das Orchester bei uns in der Jugendakademie probt. Das LJO ist endgültig in Bad Segeberg angekommen“, freute sich Christine Braun, Leiterin der Kreismusikschule und als solche Mit-Geschäftsführerin der Jugendakademie. Zwei Mal pro Jahr kommen die über 70 talentiertesten jungen Musiker des Landes nach Bad Segeberg, einmal in den Oster- und dann in den Herbstferien. Die Bad Segeberger Jugendakademie ist ihr Domizil, seit das Orchester im Jahr 2012 Schloss Salzau verlassen musste, weil das Land die teure Immobilie veräußern möchte.

Die Dirigenten, mit denen die jungen Leute dann jeweils eine Woche lang proben, wechseln von Mal zu Mal. Diese Osterferien war es Peter Sommerer, im Hauptberuf der Generalmusikdirektor des Landestheaters mit seinen diversen Spielstätten im Lande.

Sommerer — der bereits vor vier Jahren mit dem LJO in Bad Segeberg probte — stammt aus dem oberösterreichischen Steyr und ist geprägt von seinem Studium an der Wiener Universität. So war „Wien!“, geschrieben mit fettem Ausrufezeichen, das Thema dieser österlichen Proben — und, um es vorwegzunehmen, die 34 Jungen und 44 Mädchen aus dem ganzen Land mit einem Durchschnittsalter von 16 Jahren machten ihre Sache ganz ausgezeichnet. Die Generalprobe begann mit Beethovens 1807 entstandener Ouvertüre „Coriolan“ zum gleichnamigen Drama von Heinrich Joseph von Collin. Da strahlten die Streicher mächtig, da musste man sich zwicken, um sich zu vergewissern, dass hier kein seit Jahren eingespieltes Orchester agierte, sondern junge Nachwuchsmusiker, die sich — jedenfalls in Orchesterstärke — zum ersten Mal mit diesem Stoff beschäftigten Brahms Variationen über ein Haydn-Thema folgten (wobei das Opus 56 a wohl eher von Haydn-Schülern stammt) und auch dabei zeigte sich das hier um einige Bläser verstärkte Orchester den variantenreichen Tempiwechseln vollauf gewachsen. Auch die fünf Teilnehmer aus dem Kreis Segeberg wurden eifrig eingesetzt: Harfenistin Julia Lilli von Grebmer aus Bad Segeberg ebenso wie die Altengörser Brüder Friedrich (Horn) und Ludwig (Posaune) Böcker sowie die Bad Bramstedter Brüder Michel (ebenfalls Posaune) und Moritz Schwalgin, der mit seinen 14 Jahren als jüngster Teilnehmer mit seinem Schlagwerk bei der „Zirkuspolka für einen jungen Elefanten“ von Igor Strawinsky besonders in seinem Element war.

Mit den abschließenden Stücken von Johann Strauß, dem „Kaiserwalzer“ und der Ouvertüre zur „Fledermaus“ waren Peter Sommerer und seine Ferien-Schützlinge endgültig in Wien angekommen, und das hellauf begeisterte Auditorium erklatschte sich noch zwei Zugaben: Die „Pizzicato-Polka“ von Johann und Josef Strauss sowie die Polka „Ohne Sorgen“, gleichfalls komponiert vom jüngeren Bruder des Walzerkönigs.

Von Lothar Hermann Kullack

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