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Segeberg Das Ziel ist ein gesunder Lebensstil
Lokales Segeberg Das Ziel ist ein gesunder Lebensstil
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21:16 12.07.2016
Die Mädchen der 6a der Gemeinschaftsschule am Seminarweg haben sich über psychische Erkrankungen informiert. Die Personen auf den Porträts haben/hatten eine und sind damit offen umgegangen. Quelle: Fotos: S. Domann

Sind die Zähne morgens gut geputzt worden? Thorben, Elias und Björn machen den Test. Zahnärztin Dr. Alexandra Emken trägt eine Flüssigkeit auf die Zähne der Jungen auf, die Zahnbelag, sogenannte Plaque, unter Schwarzlicht gelb fluoreszieren lässt. Dann geht es ins Schwarzlicht-Zelt und die drei Jungen machen ein Grinsegesicht vor einem Spiegel. Kleine Bereiche leuchten gelb auf. „Das sind Tage alte Plaques, die durch Putzen entfernt werden können“, so die Zahnärztin. Bakterien seien schon einige Minuten nach dem Putzen vorhanden, doch der Belag werde über Stunden aufgebaut. „Saubere Zähne heißt glatte Zähne“, sagt Alexandra Emken und erklärt: Fährt man mit der Zunge über die Zähne, müssen sie sich spiegelglatt anfühlen. Bei Plaque fühlt es sich wie Schmirgelpapier an.

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470 Schüler informieren sich bei den Jugendgesundheitstagen des Kreises in Bad Segeberg.

„Es geht um einen gesunden Lifestyle, einen Mix aus Essen und Bewegung.“Dr. Sylvia Hakimpour-Zern

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Gesundheitsbewusstsein fördern und auf Gefahren aufmerksam machen wollen die zweiten Jugendgesundheitstage des Kreises Segeberg, die je zwei Tage in Kaltenkirchen und Bad Segeberg stattfinden. Kooperationspartner sind AOK Nordwest, ZIMT-Erlebnistraining, Kinder - und Jugendärztlicher, Sozialpsychiatrischer sowie Zahnärztlicher Dienst des Kreises, Pro Familia, die Jugendschutzbeauftragte und das ATS-Beratungszentrum.

Die drei Jungen gehören zu den 470 Schülern, die gestern und heute an den zweiten Jugendgesundheitstagen des Kreises teilnehmen. Sechs Kooperationspartner haben Stationen aufgebaut, es geht um Ernährung, Sucht, psychische Erkrankungen, Zahn/Gesundheit, Liebe und Sexualität. Kann man mit 1,5 Promille ein Fahrradschloss öffnen? Wie viel Stücke Würfelzucker sind in einer Dose Cola? Und was haben Amy Winehouse und Vincent van Gogh gemeinsam? Das sind nur einige Fragen, auf die Sechst- und Siebtklässler nun eine Antwort geben können.

Bei ZIMT (Zentrum für Interdisziplinäre modulare Trainingsprogramme) sind die Schüler dem Unterschied zwischen Kopf- und Bauchhunger auf der Spur. Wenn der Bauch sich bemerkbar macht und der Magen knurrt, dann ist das Hunger. „Wir müssen essen, der Körper benötigt Energie“, erklärt Zimt-Geschäftsführer Jochen Dräger. Doch was sei mit dem leckeren Pudding nach einem reichhaltigen Mittagessen?

Man sei satt, aber Süßes gehe immer. Woran das liege, wer das entscheide? Der Kopf, lautet die Antwort der Mädchen der 7c der Dahlmannschule. So sind dann auch Aussehen und Geruch der Speisen verantwortlich, ob der Kopf sich dafür entscheidet. Ein Versuch mit einer türkisfarbenen Flüssigkeit verdeutlich das. Die Mädchen sind neugierig, wollen sie probieren. Eine Schülerin schmeckt die alkoholfreie Variante von Blue Curacao heraus, andere fühlen sich an saure Brause erinnert. Das Getränk ist eine Mischung aus Holunderblütensirup, Limettensaft, Mineralwasser und Lebensmittelfarbe und enthält etwa eineinhalb Stücke Würfelzucker, eine Dose Cola hat 14.

Ums Trinken geht es bei der ATS-Station. Verschiedene Promille-Brillen probieren die Schüler aus. „Ich habe alles doppelt gesehen und konnte die Entfernung nicht einschätzen“, erzählt Lasse aus der Franz-Claudius-Schule. Er und seine Mitschüler sind sich einig, dass man so nicht Radfahren kann und sie Freunde so auch nicht aufs Rad lassen würden.

Der Sozialpsychiatrische Dienst informiert über psychische Erkrankungen, ein Projekt lautet „Verrückt? Na und! – Seelisch fit in Schule und Ausbildung“, dazu gibt es für die Schüler Infomaterial.

Mehrere Fotos liegen auf dem Boden: Amy Winehouse und Vincent van Gogh. Beide hatten eine seelische Erkrankung – und sind offen damit umgegangen.

Silvie Domann

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„Und der Haifisch, der hat Zähne/ Und die trägt er im Gesicht. . .“ Das klang gut.

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