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Segeberg Das größte Picknick der Stadt
Lokales Segeberg Das größte Picknick der Stadt
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20:31 17.08.2016
Laden zur internationalen, inklusiven Langen Tafel auf der Seepromenade für den 28. August ein: Sylvia Johannsen (Lebenshilfe), Stadtplanerin Ute Heldt Leal, Dr. Wolfgang Arnhold (Koordinator Netzwerk), Ghulam Karimi (Verein „Alleineinboot“), Claudia Bewarder („Goldmarie“) und Projektleiter der Langen Tafel Daniel Johannsen (v.l.). Quelle: Domann

Gemeinsames Essen an einer langen Tafel verbindet. Weil das bereits im vergangenen Jahr so gut geklappt hat, wird die „Lange Tafel“ am Sonntag, 28. August, von 14 bis 17 Uhr an der Seepromenade wiederholt.

Gelebte Inklusion: Zum zweiten Mal findet an der Bad Segeberger Seepromenade die „Lange Tafel“ statt.

„Gemeinsames Essen und der Austausch untereinander fördern Verständnis gegenüber dem Anderen und seinen Problemen.“Sylvia Johannsen, Lebenshilfe

Knapp 700 Teilnehmer, darunter viele Menschen mit Behinderungen, hatten sich am heißesten Tag des Jahres 2015 am Großen Segeberger See eingefunden und gemeinsam an der 200 Meter langen Tafel auf der Promenade gepicknickt. Interessante Gespräche wurden geführt, aus Fremden wurden Freunde. Das Wort „Inklusion“ wurde mit Leben gefüllt.

Inklusion, die gesellschaftliche Teilhabe und Anerkennung von Menschen mit Behinderungen, ist seit der Verabschiedung der UN-Konvention 2006 ein Menschenrecht geworden. Die Lebenshilfe Bad Segeberg und die Stadt unterstützen seit 2013 mit dem „Netzwerk Inklusion Kreis Segeberg“ die Umsetzung, wie zum Beispiel mit der barrierefreien Gestaltung der Bad Segeberger Innenstadt. „Doch wir wollen auch die Barrierefreiheit in den Köpfen erreichen, gemeinsames Essen hilft dabei“, sagt Dr. Wolfgang Arnhold, Koordinator des Netzwerks.

„Die Lange Tafel wurde sehr gut angenommen, deshalb möchten wir das gemeinsame Picknick zu einer festen Veranstaltung in Bad Segeberger machen“, sagt Sylvia Johannsen, Geschäftsführerin der Lebenshilfe. Sie habe gezeigt, dass es wichtig sei, miteinander ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen, um von den Problemen der Anderen zu wissen. „Deshalb weiten wir den Begriff Inklusion auf Flüchtlinge aus“, erklärt Sylvia Johannsen. Auch der Verein „Alleineinboot“ ist bei der Aktion mit dabei. Infostände zum Kontaktknüpfen, afghanische Süßigkeiten, iranische Musik von Mehrdad Abdullai gehören zum Angebot des Vereins. „Unser großes Ziel ist es, Menschen zusammenzubringen und so Integration zu fördern“, sagt Vereinsvorsitzender Ghulam Karimi. Außerdem wird der Alleineinboot-Chor zum ersten Mal öffentlich auftreten. Doch auch irische Folkmusik, Blues und Soul werden zu hören sein. Die Band „Kerygold“ spielt entlang der 200 Meter langen Tafel.

„Letztes Jahr hat uns die Tafel so viel Spaß gemacht, dass wir die Veranstaltung wiederholen. Das Ambiente ist wunderschön“, schwärmt Stadtplanerin Ute Heldt Leal. Super sei auch, dass die gesamte Promenade bespielt werde. Die Lebenshilfe backt Kekse und verteilt diese an die Picknicker, Steine liegen auf den Tischen, auf die jeder „Guten Appetit“ in seiner Muttersprache schreiben kann. „So können die Menschen leicht ins Gespräch kommen“, sagt Daniel Johannsen, Projektleiter der „Langen Tafel“.

Auch wieder mit dabei ist das Ergon Ausbildungszentrum für Ergotherapie, das einen Rollstuhlparcours anbietet, um Nicht-Behinderten für die Lebenswelt eines Behinderten zu sensibilisieren. Außerdem können Besucher einen Alterssimulationsanzug anziehen und am eigenen Körper erfahren, wie es ist, in der Bewegung eingeschränkt zu sein sowie weniger zu sehen und zu hören.

Wer an der „Langen Tafel“ teilhaben möchte, sollte Essen, Getränke und Geschirr mitbringen. Für Kurzentschlossene oder Vergessliche bietet Claudia Bewarder, Betreiberin der „Goldmarie am See“, ein Picknickpaket an. „Salat, lecker belegtes Landbrot und Milchreis mit Kirschen werden wir vorbereiten und an einem Stand auf der Promenade verkaufen“, kündigt Bewarder an. Auch dieses Jahr wird die „Lange Tafel“ wieder durch die Aktion Mensch gefördert.

Silvie Domann

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