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Das sind die schlimmsten Holperpisten

Bad Segeberg Das sind die schlimmsten Holperpisten

Bad Segeberg will in den nächsten Jahren einige Straßen sanieren — Auf die Anlieger kommen Ausbaubeiträge zu.

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Eutiner Straße: Hier reicht die Erneuerung der Asphaltdecke. Sie ist für 2016 angemeldet.

Bad Segeberg. Es gibt „Straßen“ in Bad Segeberg, da sollte man auf seine Stoßdämpfer am Auto achten und zu Fuß auf High Heels verzichten. Die Hitliste von Bad Segebergs schlechtesten Straßen führt ausgerechnet die „Neue Straße“, abgehend von der Oldesloer Straße, an: Eine enge Innenstadtgasse, durchzogen von einem Asphalt-Flickenteppich und Kopfsteinpflaster der schlimmeren Art, strahlt längst kein historisches Ambiente mehr aus. „Neu“ war sie zu Zeiten der Nazi-Diktatur. Mit einer glatten „Sechs“ benotete das Bad Segeberger Tiefbauamt diese Piste.

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Am Gasberg: Komplette Erneuerung für 2017/2018 notwendig.

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Doch gibt es gleich acht Sechser-Kandidaten. Das sind sie: Am Gasberg, Am Wiesengrund, Bornweg, Teile der Eutiner Straße, Karl- Storch-Straße, Lornsenstraße, Neue Straße, Tegelkoppel. Die Stadtpolitiker haben eine Prioritätenliste der sanierungsbedürftigen Wege in Bad Segeberg verabschiedet, die es in sich hat. Sämtliche städtische Straßen sind dort aufgeführt und von eins bis sechs benotet. „Sechs“ — also ungenügend — beschreibt einen sehr schlechten Ausbauzustand. Einige Straßen wurden deshalb von der Segeberger Bauverwaltung als „vorrangig sanierungsbedürftig“ eingestuft.

Wie berichtet, müssen im kommenden Jahr 2016 die Anlieger der Lornsenstraße und der Straße Am Wiesengrund mit dem Ausbau rechnen. Die Verwaltung hat dem zugestimmt, jetzt laufen in der Verwaltung die Detailplanungen. Wahrscheinlich im Frühjahr werden die Anlieger über Pläne und nicht zuletzt über den groben Kostenrahmen informiert, der auf sie zukommt. Nicht alle Anlieger sind erfreut über die bauliche Aufwertung ihrer Straße, werden sie doch dafür zu einem großen Teil an den Kosten beteiligt. Bei Anliegerstraße werden die Hauseigentümer zu besonders hohen Beiträgen verpflichtet.

Der Ausbau passiert nicht spontan. „Jede Straße, die wir ausbauen wollen, müssen wir uns explizit von der Stadtvertretung genehmigen lassen“, erklärt dazu Robin-Arne Otten, Tiefbauamtsleiter in der Stadtverwaltung. Zudem werde es vorher Anwohnerversammlungen geben. Übrigens: Wenn nur eine Deckensanierung der Fahrbahn fällig sei, werden die Anlieger nicht an den Kosten beteiligt. Das gelte als Unterhaltungsmaßnahme. In der Karl-Storch-Straße zum Beispiel werde eine Erneuerung der Fahrbahndecke aber nicht ausreichen. „Da kann ich bald mit dem Finger durchstechen“, sagt Otten. Es gebe hier nur noch eine Schicht von zwei bis drei Zentimetern. Auch müsse die Straßenentwässerung komplett erneuert werden.

In der Straße Am Gasberg sehe es ähnlich aus. Dort werde fast jährlich die Straße „geflickt“. Hier sei der Ausbau seitens der Stadt für die Jahre 2017/2018 vorgesehen. Die Straße sei schon vor den Bauarbeiten an dem inzwischen fertiggestellten Neubau am Gasberg „tot“ gewesen, meint Otten. Die Parkstraße bekam zwar bei der Beurteilung noch eine „Fünf“, soll aber trotzdem im Jahr 2017 umfassend saniert werden , da dort dringend die Schmutz- und Regenwasserkanäle in offener Bauweise saniert werden müssen. Da mache es Sinn, die Straße neu zu bauen. Anlieger werden von den hohen Ausbaubeiträgen etwas entlastet, weil ein Teil der Tiefbauarbeiten vom für neue Kanäle verantwortlichen Zweckverband Mittelzentrum getragen wird.

Die Grundstückseigentümer müssen zahlen
Erst am 22. September wurde die verschärfte Satzung der Stadt Bad Segeberg über die Erhebung von Beiträgen für den Ausbau und Umbau sowie die Erneuerung von Straßen von der Stadtvertretung beschlossen.

Ausbaubeiträge müssen Grundstückseigentümer zahlen, die durch erneuerte Straßen, den besseren Bürgersteig oder neue Straßenlaternen vor ihrem Grundstück Vorteile haben. Bei Gestaltung und Umbau der Fahrbahn müssen Betroffene bei Anliegerstraßen 85 Prozent der Kosten zahlen, bei Haupterschließungsstraßen sind es 60 Prozent.

Bei Neubau oder Umbau von Fußwegen tragen Grundstückseigentümer bei Anliegerstraßen 85 Prozent und bei Haupterschließungsstraßen 65 Prozent der Kosten.

Wolfgang Glombik

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