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Dem Bad Segeberger Stadtfest droht das Aus

Bad Segeberg Dem Bad Segeberger Stadtfest droht das Aus

Eine lange und schöne Tradition geht zu Ende – wenn nicht noch ein Wunder geschieht. Das Bad Segeberger Stadtfest 2016 steht vor dem Aus. Mindestens 10 000 Euro fehlen in der Finanzierung, die Veranstalter geben sich noch zwei Tage Bedenkzeit. Vor allem die Sicherheitskosten für Feierlichkeiten in der Stadt seien immens.

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Bei Top-Wetter kann das Stadtfest eine Zugnummer für Bürger in Bad Segeberg werden. Doch jetzt droht die große Fete auszufallen. *

Quelle: hil

Bad Segeberg.  Das erste September-Wochenende wird sonst Jahr für Jahr immer bei vielen Bürgern im Kalender rot markiert. Feiern, Flohmarkt, Musik und viel, viel Trubel lautete das Motto. Damit scheint jetzt Schluss zu sein.

Bei Hartmut Gieske vom Bad Segeberger Ordnungsamt hatten die Veranstalter „ein neues Konzept für das Stadtfest“ angekündigt. „Da warte ich noch drauf.“ Und das sechs Wochen vor der Großveranstaltung. Die LN erkundigten sich bei Mitorganisator Paul Griese. „Es sieht nicht gut aus, wir haben uns jetzt noch zwei Tage Bedenkzeit gegeben“, gesteht er ein. Sogar mit dem alten Veranstalter Dehoga, der das Fest seit 2004 organisiert hatte, habe man Kontakt aufgenommen. Klar ist für Griese, der in Wahlstedt eine Eventfirma betreibt: „Wenn wir das finanziell nicht gewuppt bekommen, müssen wir das in diesem Jahr ausfallen lassen. Geben Sie uns 10 000 Euro, dann bekommen wir das hin.“

Wer hilft? Doch es ist mehr als fraglich, ob sich jetzt noch ein Sponsor meldet. In wenigen Wochen ein komplettes Stadtfest auf die Beine zu stellen, zumal mit neuem Konzept, dürfte schwierig sein.

Bis jetzt haben die Organisatoren, dazu gehören nach Auskunft von Griese auch Matthias Brötzmann und Michael Meier, nur ein hohes Defizit ausgerechnet. Die Kosten gerade für die Sicherheitsmaßnahmen seien enorm. Die Dahlmannschule muss abgezäunt werden, Bühnenbauten montiert und WC-Anlagen aufgestellt werden. Dazu kämen Gema-Gebühren und Sondernutzungsgebühren der Stadt.

Griese: „Wir arbeiten gegen Windmühlen.“ Die Alternative wäre, das Stadtfest in diesem Jahr ruhen zu lassen und dafür die nächsten Jahre mit neuem Konzept durchzustarten. Über die ursprünglichen Pläne möchte Griese nichts verraten. Was Neues müsse passieren, denn das Stadtfest der letzten Jahre sei längst kein Aushängeschild mehr für Bad Segeberg gewesen, sagt er.

Ist es ganz ohne Stadt-Fete besser? Ursprünglich sei geplant gewesen, am Freitagabend, 2. September, auf der Marktbühne zum Start des Stadtfestes Segeberger Jugendbands spielen zu lassen, bemerkte in der Fragestunde der Bad Segeberger Stadtvertretung Mona Wagemann. Es sei schade, dass das nun nicht stattfinde. Es sei nicht im Sinne „einer jugendgerechten Kommune Bad Segeberg“.

Bad Segebergs Kulturbeauftragter Michael Meier stellte gegenüber den LN klar, dass er nicht Stadtfest-Veranstalter sei, aber das Team mit Werbung und Organisation des Bühnenprogramm unterstütze .

„Ich würde mir wünschen, dass das Fest noch stattfindet, aber die Kosten für Sicherheitsmaßnahmen für so ein Fest sind immens.“ Es sei schwer, mit Sponsorengeldern steigende Kosten abzudecken.

Deshalb könne es wie früher „keine Garantie“ mehr für solche Veranstaltungen geben.

Egal, ob es doch noch kurz vor Toresschluss einen finanzkräftigen Stadtfest-Retter gibt: Seitens der Stadtverwaltung bleibt man offen. Wenn in Kürze doch noch ein entsprechender Antrag auf dem Tisch liege, „würden wir da noch etwas hingebastelt bekommen“, tröstet Gieske.

Früher veranstaltete die Stadt die Riesenfete

Erinnern Sie sich noch? Vor über 20 Jahren war das zweitägige Bad Segeberger Stadtfest eine der schönsten Feiern in Schleswig-Holstein. Die ganze Stadt war ein großflächiger Flohmarkt, ohne Standgebühren für private Beschicker. Durch die Straßen drängten sich Massen, an vielen Ecken standen Gaukler, Musikbands. Die Stadt ließ sich nicht lumpen: Zuletzt gab sie für ihr schönstes Fest 30 000 Euro aus. Doch später musste gespart werden, die Organisation wurde für das Jahr 2004 erstmals der Bad Segeberger Dehoga, einem Zusammenschluss von fünf Gastwirten übertragen. Diese forderten plötzlich mehr Zugeständnisse von der Stadt, drohten mit dem Aus des Stadtfestes . Erst nach Krisengesprächen konnte das Stadtfest doch noch starten.

 Wolfgang Glombik

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