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Segeberg „Der Charme der Region“: Lokale Erzeuger öffnen die Tür
Lokales Segeberg „Der Charme der Region“: Lokale Erzeuger öffnen die Tür
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21:30 21.08.2014
Ulrich Graumann von der WKS und Landrätin Jutta Hartwieg sehen den Ferkeln auf demHof „Hohlegruft“ in Nehms zu. Quelle: Fotos: Kelpe
Bad Segeberg

Kleine Ferkel wühlen fröhlich im Stroh, Hühner scharren in der Erde, und frisch gebackenes Brot duftet im Ofen. Diese Art von Bauernhofromantik droht vielerorts wegen eintöniger Massenproduktion auszusterben. Doch im Kreis Segeberg gibt es eine Vielzahl an Unternehmen und Betrieben, die ökologisch nachhaltig produzieren — und die Romantik so am Leben halten.

Um diese Betriebe ins Blickfeld zu rücken, besucht Landrätin Jutta Hartwieg an der Seite von Ulrich Graumann von der Wirtschaftsentwicklungsgsellschaft des Kreises (WKS) und dem Klimaschutzmanager Heiko Birnbaum im Rahmen der Tour „Nachhaltiges Segeberg“ eine Auswahl an ökologisch produzierenden Unternehmen. So sollen Menschen aus dem Kreis, aber auch Touristen, die den Kurort Bad Segeberg besuchen, auf neue Anlaufstellen aufmerksam gemacht werden. „Wir wollen die Landkarte des Kreises neu gestalten“, betont Ulrich Graumann von der WKS.

Der Startschuss der Tour fällt auf dem Haflingerhof Seraphin in Seedorf-Berlin. Doch ums Reiten geht es hier nicht an erster Stelle. Annegret Seraphin leitet mit ihrem Mann das Unternehmen und vertreibt Stutenmilch. Das „weiße Gold“ dient als heilsame Methode gegen eine Vielzahl von Krankheiten wie Neurodermitis und Darmerkrankungen. „Viele sagen, es sei ein Wundermittel, aber die gute Wirkung liegt an den wertvollen Inhaltsstoffen“, erklärt Annegret Seraphin. Neben der puren Milch verkauft sie auch Kosmetika und Liköre.

Auch die weiteren Stationen der Öko-Tour sind vielversprechend. Der Hof „Hohegruft“ in Nehms wird in dritter Generation von der Familie Stoltenberg geführt. Auch hier Bauernhofromantik: Glückliche Tiere leben neben glücklichen Menschen. Die Familie hat Hühner und Angler Sattelschweine, eine alte Rasse, die artgerecht gehalten und mit selbst angebauten Futter versorgt wird. Im Hofladen gibt es zudem weitere regionale und Bio-Produkte zu kaufen.

Jutta Hartwieg beschreibt dieses mit „Charme der Region“ und probiert an der nächsten Station genüsslich die zahlreichen Spezialitäten im Landhaus Schulze-Hamann. Von Bruschetta von Blunker Bio-Tomaten bis „Großer Hans“ auf Kirschkompott ist alles dabei. „Alles aus der Region“, betont Inhaberin Angela Schulze-Hamann. Hans Möller aus Lentföhrden stellt dabei seine „Vier-Jahreszeiten-Milch“ vor. In Geschendorf, werden die Geschmacksnerven in der „Tessenower Manufaktor“ mit Chutneys und Pestos erneut auf die Probe gestellt.

Bei der Druckerei „Quint“ in Reinsbek geht es dagegen nicht ums Essen. Hier wird nachhaltig und klimaneutral gedruckt. Das eigene Windrad steht dort sogar gleich neben dem Haus.

„Wir wollen die Landkarte des Kreises neu gestalten.“
Ulrich Graumann, WKS

Eileen Kelpe

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