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Segeberg Der Eichenhof ist verkauft: Stadt erlöst 3,85 Millionen Euro
Lokales Segeberg Der Eichenhof ist verkauft: Stadt erlöst 3,85 Millionen Euro
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22:18 29.08.2013
„Im Heim leben derzeit nur 43 Menschen — 63 Plätze stünden zur Verfügung.“ Karsten Immanns, Werkleiter

Einen schweren Klotz am Bein ist die Stadt Bad Segeberg, ist Bürgermeister Dieter Schönfeld endlich los: Wie er gestern bekanntgab, ist das städtische „Alten- und Pflegeheim Eichenhof Christiansfelde“ verkauft worden. Vertragspartner der Stadt ist die „Health Care Invest GmbH als Investor und Bauträger sowie die Baprin GmbH als Erwerber im Rahmen des vorangegangenen Ausschreibungsverfahrens“, heißt es in der Pressemitteilung. „Langfristiger Pächter und Betreiber des Eichenhofs wird die bundesweit tätige Azurit Rohr GmbH Natürlich Leben im Alter.“ Den Kaufpreis gab Schönfeld mit 3,85 Millionen Euro an.

Das ist viel Geld, allerdings, dämpft Schönfeld jede aufkommende Euphorie, mache die Stadt damit einen Verlust von 4,35 Millionen. „Die Stadt hat ja viel mehr Geld ausgegeben, als das Heim hätte kosten dürfen.“ Am 1. November übernimmt die Azurit GmbH die Pflege der derzeit nur noch 43 Bewohner — 63 Plätze stünden allerdings zur Verfügung, sagte den LN Werkleiter Karsten Immanns. Das Haus ist nicht ausgelastet. „Das sind die Folgen der Entwicklung der vergangenen Jahre“, so Schönfeld. Zweifellos hat der Ruf des Heimes durch die Unruhe gelitten. Aber man habe bis zum Abschluss des Kaufvertrages ja auch nicht gewusst, wie es weitergehe, wie viel Personal man brauche und daher auch nicht versucht, das Haus zu hundert Prozent zu belegen, erläuterte Immanns.

Das 11 000 Quadratmeter große Grundstück ist so groß, „dass es Entwicklungsmöglichkeiten lässt“, sagte Schönfeld. Der Erwerber habe also die Option, im bestehenden Gebäude die Zahl der Heimplätze zu erhöhen, aber auch auf dem Grundstück neue Gebäude zu errichten und neue Dienstleistungen anzubieten. Unter anderem erwägten die neuen Herren im Eichenhof, ambulante Pflege oder auch andere Aufgaben wie „Wohnen mit Service“ anzubieten. Im bestehenden Gebäude könne auch an- und umgebaut werden, sagte Schönfeld, „um sofort die Platzzahl zu erhöhen“. Zumal die Arbeitsabläufe dort „nicht optimal“ seien. Sollten die neuen Eigentümer neue Gebäude errichten wollen, könnte ein neuer Bebauungsplan nötig werden. Er und auch die Stadtvertretung stünden dem aufgeschlossen gegenüber.

Wichtig sei ihm zu betonen, dass das jetzige Personal (18 im Pflegebereich) „zu den bestehenden Konditionen einschließlich der zusätzlichen Altersversorgung“ übernommen werde. Der Besitzstand werde also gewahrt. Den Eigenbetrieb Hauswirtschaft der Stadt (Reinigung des Heimes und Verpflegung der Menschen) behalte die Stadt und erbringe für den Erwerber diese Dienstleistungen weiterhin.

Dort sind zwölf Personen beschäftigt.

Die Azurit-Unternehmensgruppe, zu der auch die Hansa-Gruppe (Oldenburg) gehört, hat nach Angaben der Stadt Bad Segeberg die Zentrale in Eisenberg (Rheinland-Pfalz) und betreibt bundesweit rund 65 Seniorenpflegeeinrichtungen und Anlagen des betreuten Wohnens mit rund 7000 Plätzen und 4000 Mitarbeitern.

Christian Spreer

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