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Segeberg Der Geist des Rock’n Roll weht durchs ganze Gymnasium
Lokales Segeberg Der Geist des Rock’n Roll weht durchs ganze Gymnasium
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09:46 19.05.2016
Helena Czierlinski und Marius Menzel beherrschen den Rock’n Roll-Tanz. Quelle: Fotos: Kullack
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Bad Segeberg

Wer dieser Tage die Bad Segeberger Dahlmannschule betritt, wird gleich von Musik umweht. Nichts ungewöhnliches, wird wohl irgendwo ein Musikkursus laufen.

Schülerinnen und Schüler des Musik- und Kunstkurses haben Jugendkulturen von 1950 bis heute zu einer interessanten Ausstellung aufgearbeitet.

„Das war ’ne geile Zeit – Phänomene der Zeit: Jugendkulturen von 1950 bis heute“; eine Ausstellung des Musik- und Kunstkurses der Oberstufe; bis Dienstag, 24. Mai, täglich, außer am Wochenende, von 8 bis 13 Uhr im 2. Obergeschoss der Dahlmannschule.

Aber halt: Da werden schwere Heavy-Metal-Klänge durchbrochen vom Doo-Wop der 50er, gleich gefolgt von Jimi Hendrix’ Woodstock-Hymne „Star Spangled Banner“ mit den brüllenden Bomben . . . ja, was passiert denn da? Wer hat hier das Sagen? Ein Geist ist es, der Zeitgeist. 50 Oberstufenschüler in den Kursen Musik (Lehrer: Wolfram Schmidt und Kunst (Karsten Albrecht) arbeiteten seit März zum Thema „Jugendkulturen“. Mit dieser Ausstellung, die noch bis zum nächsten Dienstag geöffnet ist, lassen sie ein halbes Jahrhundert wieder auferstehen. Von den 50ern bis heute.

Da gibt es einen Hip-Hop-Raum, einen für Techno, und ganz links, am Ende des zweiten Stockwerks, erwarten die Besucher Plastikbierbecher und durchschossene schwarze Leggins, düstere Poster und eine Leinwand voller Wacken: Heavy Metal ist angesagt. Und zwar von Alice Cooper und Mötley Crüe bis zu den heutigen Repräsentanten. „Duschen ist kein Heavy Metal“ steht auf einem T-Shirt. Selbstironisch natürlich.

Von allen Finessen der Präsentation abgesehen, bleibt es erstaunlich, mit welcher Liebe sich die Schüler den ihnen doch weit entfernten Zeiten zugewandt haben und wie genau sie den Nerv der Generation ihrer Eltern oder Großeltern getroffen haben. Manchmal sind es auch private Vorlieben und Hobbys, die enorm helfen. Helena Czierlinski und Marius Menzel etwa tanzen auch sonst zusammen, für das „Fifties“-Projekt haben sie sich dem Original-Rock’n-Roll-Tanz jener Jahre zugewandt. Den präsentieren sie im zweiten Stock des Obergeschosses, und auf Bügeln von der Decke hängt die „Uniform“ der Jugend von Elvis’ seligem Angedenken: Lederjacke für den jungen Mann, Petticoat für die junge Dame.

Und so geht es durch alle Jahrzehnte: In den 60ern gehen die Beatles über den berühmten Zebrastreifen in der Abbey Road, und eine eigene Wand ist dem Woodstock-Festival gewidmet, in den 70ern kann man Karaoke zu Abba-Melodien singen. Und die 80er werden unter anderem vom Punk bestimmt.

Mögen die musikalischen Ausprägungen und Modetendenzen auch stark voneinander abweichen – eines eint die Jugendkultur aller Zeiten: der über allem schwebende Geist des Rock’n Roll.

Lothar Hermann Kullack

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