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Segeberg Der HSV in Schackendorf: Nur Lob für das Fußballfest
Lokales Segeberg Der HSV in Schackendorf: Nur Lob für das Fußballfest
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10:01 14.07.2016
Extra für das Spiel hatte der SV Schackendorf eine Tribüne organisiert, auf der 800 Zuschauer Platz fanden. Quelle: Fotos: Petra Dreu
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Schackendorf

Es war ein Spiel „David gegen Goliath“ und dennoch eine runde Sache: 2580 Zuschauer waren gekommen, um das Fußballfest in Schackendorf zu verfolgen, für das die Gemeinde extra im Vorfeld noch den Rasen aufhübschen ließ. Dass die Schackendorfer dem Bundesligisten HSV schließlich mit 0:8 unterlagen, war egal. Gewonnen hat das Team von Trainer Michael „Schmolli“ Gerken trotzdem. Für die Mannschaft und auch für die vielen fleißigen Helfer am Rande gab es jede Menge Lob und Anerkennung – selbst von HSV-Trainer Bruno Labbadia.

Mehr als 2500 Menschen sahen den 8:0-Sieg des Bundesliga-Dinos.

„Wir haben heute gegen eine tiefstehende, dafür aber gut organisierte Mannschaft gespielt. Für uns war es ein guter Test vor einer tollen Kulisse, der auch noch Spaß gemacht hat“, lobte Labbadia, der auf dem Weg nach Schackendorf noch ungeplant Stoppen musste. Grund dafür war ein Unfall auf der B 206, bei dem ein Pkw und ein Lkw zusammengestoßen waren. Der Teambus kam unmittelbar danach an der Unfallstelle vorbei. Für den Mannschaftsarzt war es selbstverständlich, Erste Hilfe zu leisten.

„Dieses Spiel war eine Riesenherausforderung und nur möglich, weil alle mit angepackt haben. Ein großes Dankeschön an die Helfer und die vielen Sponsoren, die uns unterstützt haben“, sagte Teammanager Stefan Christensen. „Das war eine runde Sache“, sagte auch SVS-Trainer Michael Gerken. Er freute sich über die mehr als 2500 Zuschauer: „Wenn die auch noch sagen, dass es eine tolle Veranstaltung war, ist alles perfekt.“ In der ersten Halbzeit, nach der es nur 0:2 stand, hatte der SV Schackendorf seinem prominenten Gegner noch viel entgegenzusetzen. Besonders Keeper Thomas Resech verhinderte mit seiner Reaktionsschnelligkeit manches Tor. In der zweiten Halbzeit jedoch zogen die Hamburger das Tempo an, legten noch einmal sechs Tore drauf.

Ein Teil der vertraglichen Vereinbarung mit dem HSV war neben der Antrittsgage eine Spende des SVS in Höhe von 5000 Euro an das Projekt „Bielefeld united“, um die ausdrücklich Bruno Labbadia gebeten hatte. Labbadia hat selbst drei Jahre bei den Ostwestfalen gespielt und ist dem Verein, der sich mit dem Projekt um die Integration von Flüchtlingen kümmert, immer noch verbunden. „,Bielefeld united‘

ist ein gutes Projekt, und es ist unsere Pflicht, so etwas zu unterstützten“, sagte Labbadia. Eine Bitte hatte der Trainer an die Schackendorfer: Sie sollen dem HSV für die neue Bundesliga-Saison die Daumen drücken.

Das Spiel zum 800. Geburtstag

Das Spiel SV Schackendorf gegen den Hamburger SV stand ganz im Zeichen des 800. Geburtstags, den die Gemeinde vom 15. bis 17. Juli auf dem Dorfplatz feiert. Die Vorbereitungen für das Spiel waren ein Kraftakt. Sogar eine Tribüne für 800 Zuschauer hatte der Verein organisiert. Außerdem war er mit 1400 Würstchen und 50 Fässern Bier bestens für den Zuschaueransturm gerüstet. Als Ziel hatte sich der Sportverein 2500 Zuschauer gesetzt. Daraus wurde fast eine Punktlandung: 2580 Zuschauer verfolgten das Spiel.

 Petra Dreu

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