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Der Stadtpark wird zur Zirkusbühne

Norderstedt Der Stadtpark wird zur Zirkusbühne

Ein Dutzend internationale Künstlergruppen verwandeln zu Pfingsten den Norderstedter Stadtpark wieder in eine große Freiluftbühne für ihre Kleinkunst.

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Jongleure, Stelzenläufer und clowneske Einlagen unterhalten auch diesmal die Besucher von „Park-Perplex“ im Norderstedter Stadtpark.

Norderstedt. „Park-Perplex“ lautet das Motto, wenn am Pfingstsonntag und -montag, 15. und 16. Mai, jeweils von 12 bis 18 Uhr Aktionskünstler, Akrobaten, Artisten, Clowns, Musiker, Pantomime, Jongleure, Straßentheatergruppen, Stelzenläufer und Erzähler das Gelände zwischen dem Stadtparksee sowie dem Feld- und Waldpark als große Auftrittsfläche für ihren Improvisationskunst nutzen und die Besucher mit ihren mitreißenden Shows unterhalten, verzaubern, beeindrucken.

LN-Bild

„Park-Perplex“: Internationale Straßenkünstler kommen zum Kleinkunst-Festival nach Norderstedt.

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„„Es wird ein leises Festival sein, kein Halligalli.“ Organisatorin Eva Reiners

„Die Zuschauer werden begeistert sein“, verspricht Organisatorin Eva Reiners, die jetzt zum sechsten Mal diese Open-Air-Kleinkunst-Schau auf die Bühne bringt. „Der Erfolg gibt uns Recht. In ganz Norddeutschland gibt es nichts Vergleichbares: ein Kleinkunstfestival unter freiem Himmel mitten im Park und das auch noch kostenlos für die Besucher.“

Sogar die Künstler seien so angetan von der besonderen Park-Atmosphäre, dass sie immer wieder gerne nach Norderstedt kämen, berichtet Julia von Wild, die mit ihrer Agentur „Zweifellos“ aus Bremen die Künstlergruppen aus der Schweiz, Australien, Großbritannien, Italien, Spanien und Deutschland engagiert hat. „Norderstedt hat ein sehr professionelles Publikum“, hat sie festgestellt. „Die Leute kommen gezielt hierher, hören den Künstlern aufmerksam und konzentriert zu. Das spricht sich in der Künstlerszene herum.“

Rund 16000 Besucher zählte die Veranstalterin Reiners im vorigen Jahr an den beiden Tagen, vollgestopft mit Unterhaltungsprogramm. „Wer alles sehen und nichts verpassen will, muss an beiden Tagen in den Park kommen“, rät Stadtpark-Chef Kai Jörg Evers. „Sonst schafft man das nicht.“

Dieses Jahr ist das internationale Programm eher schweizerisch geprägt, verrät Mitorganisatorin Kathrin Bahr. Drei der elf Künstlergruppen kommen aus dem südlichen Nachbarland. So wird der Improvisationskünstler This Maag mit seinem eigenen Humor die norddeutsche Tiefebene in eine Berglandschaft verwandeln. Und Georg Traber wird an beiden Tagen in drei Stunden aus 50 jeweils drei Meter langen Erlenhölzern einen Turm zu Norderstedt bauen.

Claudia Schnürer liest den Besuchern aus ihren Büchern vor, der Holländer Tjeerd van Toorenburg fährt die Besucher mit dem kleinsten Bus-Taxi der Welt durch die Landschaft, und die Akrobaten-Gruppe „Typo“ aus Belgien beeindruckt mit ihrer atemberaubenden Körperbeherrschung. Und für Kinder wird wieder ein artistischer Mitmachzirkus angeboten.

Neu im Programm sind mobile Ess- und Getränkestände, die neudeutsch „Food Trucks“ genannt werden und nach Ende der Vorführungen die Besucher an der Seepromenade noch bis 22 Uhr erfrischen und beköstigen. Bei diesem bunten Programm sollte für alle Besucher etwas dabei sein, hofft Veranstalterin Eva Reiners und verspricht: „Es wird ein leises Festival sein, kein Halligalli.“

Der Eintritt ist dank zahlreicher Sponsoren wieder frei. Die Künstler erhalten allerdings eine Gage und werden im Musikschulgebäude auf dem Stadtparkgelände rundum versorgt und „begöschert“, kündigt Stadtpark-Chef Evers an, auf dass sie nächstes Jahr wiederkommen mögen.

Von Burkhard Fuchs

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