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Segeberg Der Tod: Verlassenes Boot und fröhlicher Ahnen-Altar
Lokales Segeberg Der Tod: Verlassenes Boot und fröhlicher Ahnen-Altar
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21:21 24.09.2013
Mesaoo Wrede ist begeistert von den Bildern der 22-jährigen Chinesin Jen Yu, die mit Tusche auf Leinenfetzen gemalt sind.

Seit 20 Jahren begleiten die ehrenamtlichen Trauerbegleiter des Hospizvereins Segeberg Schwerkranke beim Sterben und spenden Angehörigen Trost. Seit 20 Jahren bewegen sie sich zwischen Zeit und Ewigkeit. Den gleichen Titel trägt eine Ausstellung, die im Bildungswerk des Kirchenkreises zu sehen ist.

„Der Tod kommt nie gleich. Für manche steckt Schmerz dahinter, andere wiederum nehmen ihn in freudiger Erwartung an“, zeigte sich Bildungswerk-Leiterin Anke Exner sichtlich von den Bildern beeindruckt. Mit den neun an der Ausstellung beteiligten Künstlern, darunter fünf Mitgliedern des Hospizvereins, sei es gelungen, ein breites Spektrum zu zeigen, wie der Tod gesehen werden kann.

Abstrakt wie ein Wasserstrudel, der Emotionen weckt, sieht ihn Elke Hoffmann. Anne Pieschl hat mit dem Tod abstrakte und florale Elemente verbunden, während Ute Pannes den Tod mit einem verlassenen Ruderboot verbindet und Ingeborg Hornberger ihn in einer bizarren Ansammlung von Laubbäumen im Winter sieht. Karin Petersen, deren Bilder ebenfalls ausgestellt sind, konnte bei der Ausstellungseröffnung nicht dabei sein. Stellvertretend für sie kam ihre Mutter, um eine Lampionblume für die kranke Tochter mitzunehmen.

Mesaoo Wrede bezeichnet die Ausstellung als Herausforderung: „Das Thema betrifft uns alle. Liebe, Tod, Vergehen, Wandlung, auch wenn es spirituell, religiös und kulturell anders umgesetzt wird“, sagte die Malerin, die Werke von Suzanne Levesque, Jen Yu und Lilia Tirado-Rosales in die Ausstellung integriert hat. Die Flucht und Todesangst ihres Großvaters hat die Chinesin Jen Yu filigran mit Tusche auf Jutestücke gemalt, während Suzanne Levesque Bilder ihrer pathologischen Studien zeigt.

Völlig aus dem Rahmen fällt ein mexikanischer Ahnenaltar, den Lilia Tirado-Rosales geschaffen hat. Er spiegelt die Fröhlichkeit wieder, mit der die Südamerikaner ihrer Toten gedenken.

pd

Die Ausstellung ist bis zum 18. Oktober im Bildungswerk, Falkenburger Straße 88, zu sehen: montags bis donnerstags 9 bis16 Uhr, freitags v 8 bis 12 Uhr.

LN

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