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Segeberg Der Verein für Jugend und Kultur kann weiterarbeiten
Lokales Segeberg Der Verein für Jugend und Kultur kann weiterarbeiten
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20:12 20.06.2016

Dass der Verein für Jugend- und Kulturarbeit (VJKA) trotz aktueller finanzieller Engpässe weiterarbeiten soll, hatten noch im Spätherbst 2015, als die finanzielle Schieflage des Vereins offenbar wurde, alle Fraktionen des Kreistages betont. Nun wurden in einer zum Teil nicht öffentlichen, gemeinsamen Sitzung des Jugendhilfe- sowie des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport die Voraussetzung geschaffen: Der jährliche Kreiszuschuss von 1,126 Millionen Euro soll ab 2017 um 290 000 Euro und dann stufenweise bis 2021 bis auf 435000 Euro mehr erhöht werden. Hauptausschuss und Kreistag müssen dem neuen Fünf-Jahresvertrag noch zustimmen. Der alte Vertrag war Ende 2015 ausgelaufen.

„Für den gesamten kulturellen Bereich bleibe ich weiterhin verantwortlich.“ Christine Braun, Leiterin der Kreismusikschule

Hans-Jürgen Kütbach, Bürgermeister von Bad Bramstedt und Vorsitzender des VJKA, erklärte nach der Sitzung gegenüber den LN: „Der neue Vertrag ist eine gute Grundlage, um weiterarbeiten zu können.“ Verbunden mit der Erhöhung der Zuschüsse sind einige organisatorische Änderungen im Verein, dem der Kreis 1996 die Jugendarbeit übertragen hatte und 2010 den Ankauf der früheren Evangelischen Akademie ermöglichte. Außerdem betreibt der VJKA die Kreismusikschule und das Jugendzeltlager Wittenborn. Künftig, so Kütbach, wolle man von der Doppelspitze mit zwei Geschäftsführern abrücken. Martin Karolczak, Nachfolger des VJKA-Gründervaters Dieter Fiesinger, bleibt verantwortlich – Musikschulleiterin Christine Braun zieht sich aus der Geschäftsführung zurück. „Das hat verschiedene, unter anderem private Gründe“, sagt Christine Braun, die weiterhin für den gesamten kulturellen Part samt Musikschule und SE-Kulturtage verantwortlich bleiben will. Mit ihrer Stelle als Geschäftsführerin räumt sie auch ihren VJKA-Vorstandposten. Im Vorstand, so Vorsitzender Kütbach, sollen künftig zwei Vertreter des Kreises Platz haben: ein Abgeordneter mit Stimmrecht sowie ein Mitarbeiter der Verwaltung in beratender Funktion. So solle gewährleistet werden, dass der VJKA auch künftig verantwortlich wirtschafte und nicht erneut in Turbulenzen gerate. Bereits im vergangenen Herbst hatte es Diskussionen darüber gegeben, entweder Aufgaben zu reduzieren oder auch die Entgelte für Kurse oder Seminare zu erhöhen. Die Einnahmen betrugen (einschließlich des Kreiszuschusses von 1,126 Millionen Euro) um die 4,1 Millionen Euro. Die Ausgaben waren jedoch höher, sodass aus der einst 100000 Euro umfassenden Rücklage ausgeglichen werden musste. Der Kreis stundete dem Verein außerdem 250000 Euro, und auch an den 90 festen Mitarbeitern (plus 350 Honorarkräfte) wurde gespart: Sie bekamen zuletzt kein Weihnachtsgeld.

Das Weihnachtsgeld werde es 2016 wieder geben, versicherte Vorsitzender Kütbach den LN. Allerdings kam die Fraktion der Linken in der gemeinsamen Ausschusssitzung nicht mit dem Antrag durch, das Weihnachtsgeld rückwirkend auch für 2015 zu zahlen. Das sei nicht Aufgabe des Kreises, erklärte Bildungsausschussvorsitzender Christoph Lauff (CDU).

Lothar Hermann Kullack

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