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Segeberg „Der Zeitpunkt ist eine Katastrophe“
Lokales Segeberg „Der Zeitpunkt ist eine Katastrophe“
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20:44 14.10.2016
Geplanter Straßenausbau: Die Anwohner des Silgen Bargen hatten viele Fragen – und wurden auf den 1. November vertröstet. Quelle: Materne

Vorsorglich hatte Bürgermeister Dietrich Schwarz (SPD) ein paar Stühle mehr aufstellen lassen. Ein Wurfzettel hatte die Runde gemacht vor der Gemeinderatssitzung in Bornhöved. Es solle um die Straßenausbaubeiträge im Silgen Bargen gehen. Gut 30 Bürger waren auch erschienen und wurden enttäuscht. Denn um die Kosten jedes Einzelnen ging es gar nicht am Donnerstagabend. Doch der Ausbau erregt die Gemüter: Zeitpunkt und Ausmaß des geplanten Straßenausbaus wurden von den Bewohnern in Frage gestellt.

„Der Zeitpunkt ist eine Katastrophe“, findet York Ihler. „Es ist für mich unbegreiflich, wie man den Silgen Bargen ausbauen kann, bevor die L 69 saniert wird, die für den Schwerlastverkehr gedacht ist.“ Der Silgen Bargen verbindet die L 69/Kronberg mit der Segeberger Landstraße. Auf die Sanierung der L 69 warten die Bornhöveder seit Jahren. Der Unterbau ist – gutachterlich bestätigt – nicht für Schwerlastverkehr ausgelegt und für Lkw über 7,5 Tonnen gesperrt. Deshalb fahren die Lastwagen durch den Silgen Bargen.

„Wann kommen die Beschränkungsschilder dort weg“, fragte ein Anwohner eher rhetorisch. Denn eine grundlegende Sanierung der L 69 ist nicht in Sicht. Kürzlich wurde die Straße oberflächlich neu asphaltiert. Die Schilder bleiben stehen. Keiner hier rechnet mit einer baldigen Sanierung der Landstraße. „Weil das Land kein Geld hat, wird die Straße nicht gemacht, aber wenn die Bürger zahlen müssen, kann man es ja machen“, sagt ein Anwohner verärgert. Die gerade ausgebaute Straße wäre dann doch bald wieder kaputt.

„Das ist ein berechtigter Einwand“, sagte Bürgermeister Schwarz. Er verwies die Bürger aber immer wieder auf den 1. November und die dann geplante Anliegerinformation – vorausgesetzt die Planungsbüros für den Ausbau und die Ausbaubeitragssatzung haben dann Zeit. „Dann können Sie all Ihre Fragen stellen“, so Schwarz.

Dann soll auch darüber diskutiert werden, ob der Silgen Bargen in der „Luxusversion“ ausgebaut wird oder ob es womöglich günstiger geht. Einige Anwohner hatten eine Liste mit Spar-Vorschlägen eingereicht, die an das Planungsbüro weiterleitet worden sei. Noch sei das Bauprogramm ohnehin nicht beschlossen, betonte Schwarz und ermunterte die Bürger, wiederzukommen: „Wenn wir ganz fleißig sind, können wir die Maßnahme vielleicht noch verschieben.“ Schwarz ist selbst Anlieger im Silgen Bargen, wohnt im Straßenabschnitt, der nach der Erschließungssatzung ausgebaut würde. Das heißt: 90 Prozent Kostenbeteiligung. Eine davon Betroffene bat inständig, dass der angedachte Termin auch stattfindet: „Ich brauche Klarheit.“ Nadine Materne

LN

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