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Der erste Segeberger Storch ist da

Segeberg/Hegebuchenbusch Der erste Segeberger Storch ist da

Bedingt durch den Klimawandel kommen sie immer früher: Der erste Storch, der sich in diesem Jahr im Kreis Segeberg niedergelassen hat, ist auf einem künstlichen Nistplatz in Hegebuchenbusch, gelandet.

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Edith (links) und Viktoria Reimers hoffen, dass auch in diesem Jahr reichlich Nachwuchs im Nest vor ihrem Haus heranwächst.

Quelle: Spreer

Segeberg. Sie kommen immer früher: Der erste Storch, der sich in diesem Jahr im Kreis Segeberg niedergelassen hat, ist auf einem künstlichen Nistplatz in Hegebuchenbusch, einer kleinen Siedlung in der Nähe des Wildparks Eekholt, gelandet. Und das bereits am 7. Februar.

„Bedingt durch den Klimawandel kommen die Störche heute früher. Sie stellen sich darauf ein.“

Holger Möckelmann, Storchenexperte

Zwei, die sich besonders darüber freuen, sind Edith und Viktoria Reimers. Sie wohnen dem Betonmast mit dem Nest an der Spitze genau gegenüber. Sie kriegen jede Regung mit, die sich dort tut. Seit 17 Jahren gibt es das Nest, das Viktorias Mann einst gebaut hat. Und seit 16 Jahren wird dort oben der Storchennachwuchs ausgebrütet. Ein Jahr gab es allerdings keinen Nachwuchs bei Ehepaar Adebar.

„Dafür hatten wir einmal sechs Junge“, beschreibt Viktoria Reimers ein wahrhaft seltenes Ereignis. „Eines hat der Altstorch allerdings aus dem Nest geworfen“, fügt Edith Reimers an. Da war wohl nicht genug Platz im Nest, oder es gab nicht genug Futter. Da musste halt einer zugunsten der fünf Geschwister „dran glauben“.

Als die LN gestern bei den Reimers‘ waren, hatte sich „ihr“ Storch verkrümelt. Was soll er auch auf dem Nest sitzen? Auf seine Liebste warten? Das wäre wohl zu früh. Und da es noch nichts auszubrüten gibt, scannt der Storch offenbar die Gegend — wo es wohl etwas Feines zu fressen gibt. Ein Reservoir für Leckereien kennt er natürlich ganz genau: Die Storchenstation in Eekholt, wo verletzte Vögel hochgepäppelt werden. Da lässt sich immer ‘was abstauben.

Und genau wegen der Nähe zu stets gefüllten Fresstöpfen macht sich Segebergs „Storchenvater“ Holger Möckelmann auch keine Sorge um den Storch der Familie Reimers. 2015 war der erste Heimkehrer am 27. Februar in Fredesdorf gelandet. „Bedingt durch den Klimawandel kommen sie heute früher. Die Tiere stellen sich darauf ein.“ Sie würden ihrer „inneren Uhr“ folgen und sobald es wärmer wird in ihr Brutgebiet fliegen. Die Stare seien ja auch schon da. Die ersten Störche dürften nach Möckelmanns Einschätzung „Westzieher“ sein, die über Spanien nach Deutschland kommen. Die „Ostzieher“, die über die Türkei fliegen, kämen später. Dass sie schon so früh kommen, macht Möckelmann „überhaupt keine Sorgen“. Der Storch von Hegebuchenbusch würde selbst bei Schnee nicht leiden. Möckelmann: „Der würde einfach zur Storchenstation nach Eekholt fliegen und sich dort versorgen lassen. Der kennt das ganz genau.“

Und so hofft die Familie Reimers, dass sich „ihr“ Paar wieder auf dem alten Strommast vereinigt und reichlich Nachwuchs bekommt. Und das die störungsfrei groß werden können. Das war nicht immer so.

Viktoria Reimers, die schon viele Jungstörche hat heranwachsen sehen, sagt: „In den letzten Jahren hatten wir manchmal ganz schönen Ärger.“ Wieso? Andere Störche hätten mehrmals versucht, den „rechtmäßigen“ Nestbesitzern den Platz streitig zu machen. Einmal musste ein Jungstorch von Bändern befreit werden, in die er sich vertüdelt hatte. Und einmal haben Raubvögel sich einige Jungstörche gegriffen.

Christian Spreer

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