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Segeberg „Der letzte Wille“ bescherte Helfern 1000 Euro Spende
Lokales Segeberg „Der letzte Wille“ bescherte Helfern 1000 Euro Spende
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21:18 09.12.2015
Auf der Weihnachtsfeier für Flüchtlinge auf Gut Pettluis backte Helferin Susanna Scharfe (links) mit den Kindern Weihnachtskekse. Quelle: Dreu

Zur Klärung vorneweg: Christian Wätjen, Verwalter des Gutes Pettluis, erfreut sich bester Gesundheit. Dennoch hatte er sich zu seinem Geburtstag das Theaterstück „Der letzte Wille“ gewünscht. Die Niederdeutsche Bühne Lübeck hatte das kurzweilige Theaterstück auf dem Gut aufgeführt und zudem auf einen Teil des Honorars verzichtet. Denn auch das war ein Wunsch des Gutsherrn: Statt einen Berg voller Geschenke wollte er, dass seine Gäste statt ihn lieber diejenigen beschenken sollten, die es nötiger haben als er.

„Im Sommer haben wir mit dem Helferkreis Rickling und den Flüchtlingen bei uns ein Sommerfest gefeiert. Das hat allen viel Spaß gemacht“, erzählt Andrea Wätjen, die am vergangenen Sonnabend wieder viele Helfer und Flüchtlinge bei sich zu Gast hatte. Eine Weihnachtsfeier hatten Andrea und Christian Wätjen in der gutseigenen Veranstaltungshalle organisiert. Dabei spielte es keine Rolle, dass viele muslimischen Flüchtlinge überhaupt kein Weihnachten feiern. An den weihnachtlich geschmückten Tischen gab es Kaffee und Kuchen. Es duftete zudem nach frisch gebackenen Keksen und einem Reisgericht.

„Mein Mann musste Ende des Zweiten Weltkrieges flüchten, meine Eltern sind mit mir geflüchtet, bevor die Mauer gebaut wurde. Das war für uns schon Grund genug, etwas für die Menschen zu tun, die aus ihren Heimatländern fliehen mussten und bei uns in der Region Zuflucht gefunden haben“, sagte Andrea Wätjen, deren Tochter Anna im Helferkreis aktiv ist.

Dr. Anne Engelhard, die den Kreis der Ehrenamtlichen einst ins Leben gerufen hatte, freute sich über die Spende von Andrea und Christian Wätjen. Durch den Verkauf der Eintrittskarten und durch die Geburtstagsspenden waren immerhin 1000 Euro zusammengekommen. „Das Geld wollen wir für Deutschkurse, Fahrtkosten und außerdem für Gesundheitsleistungen verwenden“, verriet Anne Engelhard. Die Asylbewerber hätten nur Anspruch auf Kostenübernahme bei akuten Krankheiten. Viele aber hätten chronische Beschwerden, die nicht abgedeckt seien.

pd

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