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Segeberg Der nächste Weltmarktführer ist da
Lokales Segeberg Der nächste Weltmarktführer ist da
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21:38 04.05.2016
Legten den ersten Grundstein: Norderstedts Baudezernent Thomas Bosse (v.l.), Condair-Vorstandschef Oliver Zimmermann, Condair-Inhaber Silvan G.-R. Meier, Wirtschaftsminister Reinhard Meyer und Johannes Bettsteller von der Baufirma Vollack. Quelle: Fuchs

Der Weltmarkführer für Luftbefeuchtungsgeräte und Verdunstungskühlungs-Anlagen will bis März nächsten Jahres mit zunächst 130 Mitarbeitern in das 8500 Quadratmeter große neue Gebäude auf dem 1,3 Hektar großen Areal unweit der Europazentrale von Casio an den Nordportring einziehen. Mittelfristig würden am neuen Standort 200 Arbeitsplätze entstehen, kündigte Firmen-Eigentümer Silvan Meier jetzt bei der Grundsteinlegung an. „Wir investieren hier einen beträchtlichen Teil unseres Familienvermögens in das zukünftige Wachstum unseres Unternehmens.“

Dass Norderstedt sich gegen mehr als 20 Mitbewerber aus Osteuropa, Sachsen, Mecklenburg und Schleswig-Holstein habe durchsetzen könne, „macht uns stolz“, sagte Erster Stadtrat Thomas Bosse. Für Condair sei es darum gegangen, die vier bestehenden Logistik- und Montagewerke in Hamburg, England, Dänemark und der Schweiz an einem zentralen Standort möglichst im Norden Deutschlands zusammenzufassen, begründete Vorstandschef Oliver Zimmermann diesen Schritt. „Denn Deutschland ist unser größter Absatzmarkt in Europa und der zweitgrößte weltweit“, sagte der Vorstandschef des Unternehmens, das 1948 gegründet wurde und heute 600 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Luftbefeuchtungstechnik von Condair komme vor allem bei der Lagerung von Nahrungsmitteln wie Weinkellern, Rechenzentren oder in Museen zum Einsatz, wo die Raumluft-Temperatur konstant zwischen 22 und 26 Grad Celsius und die Luftfeuchtigkeit genau zwischen 40 und 60 Prozent liegen muss, führte Zimmermann aus. Diese optimalen Raum-Luft- Bedingungen würden auch für alle Mitarbeiter in dem dreigeschossigen Gebäude mit Dachterrasse erlebbar sein.

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer, dessen Wirtschaftsförderungsgesellschaft zusammen mit der Norderstedter Entwicklungsgesellschaft diesen dicken Fisch aus der Schweiz seit 2012 an der Angel hatte, sagte: „Das ist ein gutes Signal für den Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein, dass nun nach Tesa ein weiterer Weltmarktführer in den echten Norden kommt.“ Er sei überzeugt davon, dass die Schweizer diesen Schritt nicht bereuen werde. „Denn es ist ja wissenschaftlich nachgewiesen, dass hier die glücklichsten Menschen leben.“

Von Burkhard Fuchs

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