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Segeberg Der weiße Riese: Die neue Stadtansicht von Bad Segeberg
Lokales Segeberg Der weiße Riese: Die neue Stadtansicht von Bad Segeberg
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23:15 02.09.2013
Weißer Gegenpol zur Backsteinarchitektur der Marienkirche: Die Ausmaße des Marienhofs werden aus der Vogelperspektive deutlich. Quelle: Foto: Wilkening

„O Gott — wie hat sich die Stadt verändert“, mag sich der eine oder andere Bad Segeberger beim Blick auf die neue Luftaufnahme von Karsten Wilkening bestürzt fragen. Der flugerfahrene Pressereferent des Luftsportvereins Segeberg war selbst überrascht und auch erschrocken über diese neue Ansicht von Bad Segeberg und die Ausmaße des neuen Gebäudes, das im August feierlich eingeweiht worden war. Manchmal lernt man über Stadtarchitektur mehr, wenn man als Ansicht die Vogelperspektive wählt. Wie ein riesiges, weiß strahlendes Hufeisen liegt der Marienhof — ein Zehn-Millionen-Euro-Bauwerk — mitten in Bad Segeberg.

Die städtebaulichen Gewichte im Stadtkern haben sich damit völlig verschoben. Zwischen Innenstadt und See hat sich die überdimensioniert wirkende Seniorenwohnanlage mit Pflegeheim quasi dazwischen geschoben. An der Fußgängerzone, Kirchstraße und Kurhausstraße wird diese völlig untypische weiße Ansicht der Kalkbergstadt von einer geschwungenen kleinstädtische Häuserzeile abgeblockt. Sie steht dort wie eine schmale Barriere vor dem „weißen Riesen“. Immerhin: Die Bewohner des Seniorenheims sind um ihren wunderschönen Ausblick Richtung See zu beneiden. Doch die anderen Bad Segeberger? Der Neubau mit seinen 28 000 Kubikmetern umbauten Raum bietet einen extremen Kontrast zur altehrwürdigen Marienkirche. Für Karsten Wilkening war es am ansonsten wolkenverhangenen Stadtfest-Sonntag eine halbe Stunde, währenddessen der Himmel aufriss und eine Top-Fernsicht erlaubte. Dabei entstand das Foto aus dem Flieger.

Wilkening erstaunen die Ausmaße des neuen großen Gebäudes mitten in Bad Segeberg. „Das passt nicht gut in das Stadtbild.“ Der bisherige sehr schöne Blick auf die Innenstadt und vor allem die Marienkirche habe sich dadurch sehr verändert, bedauerte er gegenüber den LN. Zu hoffen bleibt, dass irgendwann durch Bäume die riesigen Ausmaße des Neubaus etwas kaschiert werden. Auffällig ist aus der Vogelperspektive auch der markante mäandernde rollstuhlgerechte Weg von dem Seniorenwohnheim, zum See hinunter. Immerhin: Hier könnte durch Bewuchs eine sehr schöne Parkanlage entstehen, hofft Wilkening.

Wolfgang Glombik

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