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Segeberg Diakonie will Asylunterkünfte betreuen
Lokales Segeberg Diakonie will Asylunterkünfte betreuen
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10:05 10.05.2016
Wer übernimmt künftig die Betreuung der Asylsuchenden in der neuen Kreisunterkunft in Warder? Die Diakonie hat sich beworben. * Quelle: Dreu

 Mit Spannung warten nicht nur die Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes, das beide Heime zurzeit interimsmäßig betreut, auf eine Entscheidung. Erwartungsvoll blickt auch die Diakonie des Kirchenkreises Plön-Segeberg in Richtung Kreishaus, denn auch sie hat sich um die Betreuung der Asylbewerber beworben.

Die Asylbewerberunterkunft in Schackendorf ist bereits voll belegt, die in Warder füllt sich zusehends. Hauptamtliche Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes, aber auch ehrenamtliche Helfer versuchen hier, den Flüchtlingen die Integration zu erleichtern. Die derzeit dort tätigen Hauptamtlichen hoffen natürlich, dass sich der Kreis für das DRK als Betreiber der Einrichtungen ab dem 1. Juni 2016 entscheidet und dass damit auch die Arbeitsverhältnisse für beide Unterkünfte gesichert sind. In der Ausschreibung waren die beiden Unterkünfte in Los I und II unterteilt. Bewerber konnten sich für beide Lose bewerben, die Abgabe eines Angebotes war aber auch nur für eine der beiden Unterkünfte möglich.

„Mit unserem Migrationsfachdienst werden wir sowieso beratend in den Einrichtungen tätig sein. Deshalb haben wir uns auch als Betreiber der Asylbewerberunterkünfte in Schackendorf und Warder beworben“, sagt Michael Steenbuck, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Plön-Segeberg. Der Migrationssozialdienst der Diakonie ist für Bad Oldesloe, Reinfeld, das Amt Nordstormarn und das Amt Bad Oldesloe-Land im Kreis Stormarn erster Ansprechpartner, wenn es um die Integration von Flüchtlingen geht. Seit dem 1. April gibt es außerdem eine Kooperation mit Ammersbek (ebenfalls Stormarn).

„Wir beraten die Kommunen vor Ort und haben sehr erfahrene Mitarbeiter. Auch unser Stamm an Sprach- und Kulturvermittlern ist groß. Mittlerweile sind diejenigen, die von uns einst beraten wurden, als Mitarbeiter für uns aktiv“, berichtet Michael Steenbuck. Bereits Ende des vergangenen Jahres habe der Kreis bei der Diakonie als Betreiber für die Interimslösung nachgefragt. „Damals hat es vom Zeitablauf nicht gepasst, weil wir in den Verhandlungen mit den Städten und Ämtern im nördlichen Kreis Stormarn waren. Als wir dann die Ausschreibung gesehen haben, haben wir uns beworben“, so der Diakonie-Geschäftsführer, dessen Mitarbeiter allesamt nach dem Tarifvertrag kirchlicher Arbeitnehmer bezahlt werden. Derzeit verfügt die Diakonie des Kirchenkreises Plön-Segeberg über 200 Mitarbeiter, die außer in der Beratung von Migranten unter anderem auch in der ambulanten Pflege und in der Erziehungs- und Lebensberatung tätig sind.

Von Petra Dreu

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