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Segeberg Die 111 staubigen Minuten von Götzberg
Lokales Segeberg Die 111 staubigen Minuten von Götzberg
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20:10 09.08.2018
Oliver Clausen (v.l.), Kai Schnoor, Ronald Seifert, Timo Steffen und Finja Maschmann vom Verein Alstermotoren Wakendorf 2 auf der Rennkoppel in Götzberg.
Henstedt-Ulzburg/Wakendorf II

Auf einer Ackerkoppel an der Ortsgrenze von Henstedt-Ulzburg und Wakendorf II werden am Sonnabend, 11. August, 25 Mofas fast zwei Stunden lang nonstop um die Wette fahren.

Im Autorennsport gibt es das „24 Stunden Rennen von Le Mans“ in Frankreich. In der Mofa-Szene haben sich die „111 Minuten von Götzberg“ mittlerweile einen Namen gemacht, die der Verein Alstermotoren Wakendorf II Sonnabend zum dritten Mal veranstaltet.

Das Rennen

„111 Minuten von Götzberg“, Koppel Sandberg/Götzberger Straße zwischen Henstedt-Ulzburg und Wakendorf II, Sonnabend, 11. August, Start ist um 18 Uhr, Qualifying um 15.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Eine Wette hatte diese ungewöhnliche Zweirad-Rundfahrt vor einigen Jahren ins Leben gerufen. Hauke Pump aus Wilstedt und sein Kumpel Michael Hoffmann aus Wakendorf II wollten unbedingt wissen, wer von ihnen wohl das schnellere getunte Mofa hatte. Sie steckten sich damals noch auf einer abgelegenen Straße eine kleine Strecke ab und am Ende gewann Hoffmann. Daraus entstand die Idee, dieses Rennen zu einer jährlichen Attraktion auf einem abgeernteten Maisfeld in Götzberg auszutragen. „Auf den Titel mit den 111 Minuten sind wir gekommen, weil es sich gut anhört und eine Schnapszahl ist“

erinnert sich Oliver Clausen aus Kaltenkirchen von den Alstermotoren. Ihre Truppe ist von Kindheit an so Zweirad-verrückt, dass sie alle zwei Jahre sogar eine Tour durch die Alpen auf Mokicks machen.

Gerade sind sie von einer elftägigen Berg-und-Serpentinen-Tour von Österreich nach Italien über 1100 Kilometer und bis zu 2800 Höhenmeter heil, frisch und erholt zurückgekommen.

Für das staubige Mofa-Rennen am Sonnabend aber sei vor allem Durchhaltevermögen bei Mensch und Maschine angesagt, erklärt Kai Schnoor aus Nahe, der das Rennen schon einmal gewinnen konnte. „Knapp zwei Stunden ist schon ein langer Törn. Da muss man den Staub wegschlucken. Am Ende sind sogar die Zähne schwarz.“ Damit es nicht zu sehr staubt, wird der etwa 600 Meter lange Rundkurs auf der Koppel vor dem Start noch mal ordentlich gewässert.

Bislang hätten 25 Fahrer zugesagt, darunter auch drei Mädchen-Teams. Anders als die jüngeren männlichen Kollegen dürfen Frauen und Männer über 50 zu zweit antreten und sich so die Tortur auf dem Mofa teilen. „Die Besten schaffen in 111 Minuten mehr als 100 Runden“, sagt Clausen stolz.

Teilnehmen dürfen alle originalen Mofas mit Pedalen, die auch etwas aufgemotzt sein dürfen, was die Maschinen angeht, sodass sich hier ein bis acht PS-Motoren im Staub messen werden.

Dem Sieger winke wieder ein mit Bier gefüllter Siegerpokal „und der Respekt aller anderen Fahrer“, kündigt Schnoor an. Die Besucher können sich bereits während des Rennens mit Getränken und Würstchen an den Ständen stärken. Wer Lust hat mitzufahren, könne sich noch am Renntag mit seiner Mofa spontan anmelden. Um 15.30 Uhr beginnt am Sonnabend das „Qualifying“, das über die vorderen Startplätze beim Start entscheidet. Und um 17 Uhr werden die Fahrer nochmals über das Reglement unterrichtet.

Burkhard Fuchs

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