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Segeberg Die FDP ist jetzt „APO“ in Bad Segeberg
Lokales Segeberg Die FDP ist jetzt „APO“ in Bad Segeberg
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20:25 10.06.2017
FDP-Vorstand mit Patrick Willems, Anna-Patricia Thomsen (Vorsitzende) und Wolfgang Schnabel (v. l. vorn). Werner Smidt, Cordula Schnabel, Hermann Westphal (jetzt ausgetreten), Kirsten Grundmann und Dieter Gamm. Quelle: Foto: Hfr

Die Bad Segeberger Stadtvertretung ist nach dem Rücktritt von Hermann Westphal ohne jeden FDP-Vertreter – zumindest bis zur nächsten Kommunalwahl am 6. Mai 2018. Wie berichtet, ist Hermann Westphal zum 30. Juni als langjähriger Stadtvertreter zurückgetreten, auch aus der Partei erklärte er seinen Austritt. Dieter Gamm war schon vor fast einem Jahr aus gesundheitlichen Gründen als FDP-Stadtvertreter ausgeschieden.

Die beiden FDP-Plätze sind verwaist. Die Situation in Bad Segeberg steht konträr zu den Ergebnissen der vergangenen Landtagwahl, bei der die FDP in Bad Segeberg stolze 12,2 Prozent der Stimmen holte.

In einem Stadtbezirk waren es sogar über 15 Prozent.

Nur im Rathaus hat die FDP jetzt keine Stimme. Er möchte einem Neuaufbau des FDP-Ortsverbandes nicht mehr im Wege stehen, teilte Westphal kürzlich mit. Spaß und Engagement seien nicht mehr in dem Maß

vorhanden, um politisch gut arbeiten zu können. Wolfgang Schnabel, FDP-Fraktionsvorsitzender im Kreistag, wäre jetzt für Westphal als letzter Kandidat auf der Liste nachgerückt. Schnabel war schon vor einem Jahr bei dem Weggang von Dieter Gamm gefragt worden und hatte damals ausdrücklich verzichtet. „Es wäre jetzt eine Überlegung gewesen nachzurücken, aber es ist rechtlich nicht möglich“, sagte er den LN. Verzicht sei Verzicht. Und die Liste möglicher Nachrücker sei erschöpft. Andere gelisteten FDP-ler seien zum Teil aus der Partei ausgetreten oder mittlerweile nicht mehr am Leben.

Über Hermann Westphal habe die Partei sich nie beklagt. „Wir sind mit seiner Arbeit in der Stadtvertretung sehr zufrieden gewesen“, sagte Schnabel. An seiner Leistung „gibt es nichts zu kritteln“.

Schade nur, dass er nicht, wie er es angekündigt hatte, bis zum Ende der Wahlperiode im Rathaus geblieben sei.

Auch an der Arbeit des FDP-Ortsverbandes hat Schnabel, er ist selbst stellvertretender Vorsitzender, nichts auszusetzen. Im Gegenteil: Die FDP habe sich unter der neuen Vorsitzenden Anna-Patricia Thomsen stabilisiert. Sie selbst sei im Landtagswahlkampf sogar nachts unterwegs gewesen, um kaputte FDP-Plakate zu reparieren. Schnabel ist immer davon ausgegangen, dass Westphal bis zum Ende der Wahlperiode sein Mandat wahrnehmen würde. „Sonst hätte ich mir meinen Verzicht damals anders überlegt.“ Für die Vorsitzende Patricia Thomsen hat es kein Anzeichen für ein schlechtes Verhältnis zwischen ihr und Westphal gegeben. „Wir nehmen seinen Rückzug zur Kenntnis.“ Er wollte sich danach damals von der FDP nicht reinreden lassen und tun, was er selbst für richtig halte, so Thomsen. Die Partei habe ihm dafür ihr volles Vertrauen erklärt.

Nun sei die FDP in Bad Segeberg „APO“, also „Außerparlamentarische Opposition“ und werde sich von außen in die Stadtpolitik einmischen. Trotzdem habe die FDP in Bad Segeberg „rasant steigende“

Mitgliederzahlen, inzwischen seien es 26. Neun, teils junge Leute seien dazugekommen. Einige seien über den Infostand geworben worden. Thomsen: „Wir haben mit Inhalten überzeugt.“ Sie ist überzeugt davon, für alle örtlichen Wahlbezirke bei der kommenden Kommunalwahl motivierte Kandidaten zu finden. Der Aufbau der FDP in Bad Segeberg gehe weiter.

Wolfgang Glombik

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