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Segeberg Die „Familiengemeinde“ wächst weiter
Lokales Segeberg Die „Familiengemeinde“ wächst weiter
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20:38 16.01.2017
„Für die Natur muss man sich doch einfach einsetzen. Klaus-Dieter Haß „Verdienter Bürger“ der Gemeinde Trappenkamp
Trappenkamp

Im Berufsleben war Klaus-Dieter Haß Zeitsoldat und Beamter der Bundeswehrverwaltung, den ein günstiges Reihenhaus einst nach Trappenkamp verschlagen hat. Beim Neujahrsempfang wurde er am Sonnabend im Bürgersaal als „Verdienter Bürger der Gemeinde“ geehrt.

Klaus-Dieter Haß haben es Tausende Frösche und Kröten zu verdanken, dass sie nicht mehr in Eimern gesammelt und anschließend über die Kreisstraße 52 getragen werden müssen. Stattdessen stehen ihnen fünf Amphibientunnel zur Verfügung, für die Haß im Zuge des Ausbaus der Bundesstraße 404 zur A 21 gekämpft hat. Das weite Feld des Umwelt- und Naturschutzes wurde zu seiner Mission. „Für die Natur muss man sich doch einfach einsetzen“, sagte Haß, dessen Sachverstand immer wieder von der Gemeinde in Anspruch genommen wurde, und die sich nun mit der Auszeichnung revanchierte. Zudem konnte Bürgermeister Harald Krille weitere vier Frauen ehren. Sie hatten sich in der Flüchtlingshilfe hervorgetan und vor allem die Kleiderkammer mit Leben gefüllt. Dafür konnten nun Mandy Jaouadi, Ann-Christin Hammer, Evelin Hammer und Cordula Schultz die eigens für die Flüchtlingshelfer aufgelegte Ehrennadel des Landes Schleswig-Holstein in Empfang nehmen.

Gut 170 Gäste und Bürger der Gemeinde waren zu dem Neujahrsempfang von Gemeinde und Volkshochschule gekommen, um dabei die Klezmermusik des „Ensemble Stillos?!“ zu genießen. „Kultur hat einen festen Platz in unserer Familiengemeinde“, sagte Harald Krille in seiner Neujahrsrede und hob dabei die Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen der Gemeinde im vergangenen Jahr hervor. Die unterschiedlichen Kulturveranstaltungen besuchten rund 9000 Menschen.

Die Gemeinde arbeitet weiter an ihrem Image als Familiengemeinde. So hätten die wachsende Einwohnerzahl und die steigende Geburtenrate dafür gesorgt, dass die Kindergartenplätze nicht mehr ausreichen. Die Gemeinde hat reagiert. Ein Anbau für drei zusätzliche Gruppen an die Kita „Pusteblume“ sind bereits beschlossen. Als Übergangslösung wurde jetzt die Außenstelle „Pusteblümchen“

in der Iserstraße eingerichtet, in der 20 Krippenkinder betreut werden.

Dass Trappenkamp weiter wachsen wird, ist ohne Zweifel. Alle sieben Baugrundstücke im Gebiet „Große Heide“ sind reserviert. 40 Baugrundstücke sind für das ehemalige Hotelgrundstück geplant. Dankbar sei die Gemeinde auch dem Landesverein für Innere Mission, der in der Gablonzer Straße ein Haus für Betreutes Wohnen baut.

Als eine seiner schwersten Entscheidungen bezeichnete der Bürgermeister die Namensänderung der Dr.-Gerlich-Schule, die nun schlicht „Grundschule Trappenkamp mit Förderzentrumsteil“ heißt. Gleich zwei Gutachten hätten aufgezeigt, dass Dr. Gerlich aus heutiger Sicht kein angemessenes Schülervorbild sei.

Petra Dreu

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