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Segeberg „Die Flath-Skulpturen werden erhalten bleiben“
Lokales Segeberg „Die Flath-Skulpturen werden erhalten bleiben“
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20:32 24.10.2013
Bald verkauft? Die Kunsthalle mit den Werken von Flath. Quelle: Glombik
Bad Segeberg

Der Artikel der Lübecker Nachrichten hat für viel Wirbel gesorgt: Die Kassenärztliche Vereinigung (KVSH) plant auf dem städtischen Nachbargrundstück, der heutigen Flath-Kunsthalle in der Bismarckallee, ein Tagungszentrum zu errichten. Auch in der Einwohnerversammlung der Stadt, im Bürgersaal, war das kürzlich Thema, als ein Zuhörer kritisch nachfragte.

Was passiert mit den wertvollen Flath-Kunstwerken, wenn die Kunsthalle abgerissen wird? Schönfeld bestätigte Gespräche mit der Spitze der KVSH zum Bau eines Tagungszentrums, stellte aber klar, dass Verträge mit dem Kunst und Kulturverein zur Nutzung der Gebäude auf dem Flath-Gelände auf jeden Fall eingehalten werden. Diese Pachtverträge sollen noch bis 2015 datiert sein. Schönfeld bestätigte in der Einwohnerversammlung, dass es Überlegungen mit der KVSH in die Richtung gebe, das städtische Grundstück an diese zu verkaufen. Die Kassenärztliche Vereinigung mit ihren 320 Mitarbeitern sei eine für den Gesundheitsstandort Bad Segeberg ganz wichtige Institution. „Es gibt aber noch keine entscheidungsreife Grundlage“, betonte er gleichzeitig. Zumal hier erst die Gremien der KVSH entscheiden müssten.

Im Mitteilungsblatt der KV, dem „Nordlicht“, war angekündigt worden, dass in der nächsten Sitzung der Abgeordnetenversammlung der KV am 13. November dazu eine wichtige Investition-Entscheidung anstehe. Die LN hatten deshalb nachgehakt.

Dazu werde es erst im Laufe des kommenden Jahres Entscheidungen geben, antwortete Schönfeld auf die Bürgerfrage. „Das muss erst in Ruhe und Sorgfalt diskutiert werden“, beschwichtigte er. Wichtig sei aber für die Stadt vor allem zu bedenken, dass die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein ihren Standort in Bad Segeberg behalte und nicht etwa nach Kiel gehe. Der Flächenbedarf für das Tagungszentrum beziehe sich zwar auf die Kunsthalle, hatte Schönfeld in der Einwohnerversammlung erklärt, die dort jetzt noch ausgestellten Werke von Otto Flath „werden aber auf jeden Fall erhalten bleiben“. Die Betreuung der Skulpturen und Führungen in der Kunsthalle werden derzeit von Ehrenamtlichen durchgeführt.

Vor drei Jahren habe es noch eine knappe Entscheidung für die Vermietung der Gebäude anstelle des Verkaufs gegeben, erklärte er später auf Nachfrage. „Es war eine gute Entscheidung gewesen, die Kunsthalle in städtischer Hand zu behalten, um es der kassenärztlichen Vereinigung bei Bedarf zu geben.“ Die Musikschule in der Villa Flath habe Verträge. Die würden eingehalten. Auch wenn es hier nur um den Abriss der Kunsthalle gehe, würde es auch die Villa Flath mit beeinträchtigen. Das sei für den Musikunterricht nicht förderlich, „wenn nebenan der Presslufthammer dröhnt“. Alles werde im Einvernehmen geregelt, versprach Schönfeld. Er wolle auf jeden Fall die Kassenärztliche Vereinigung in Bad Segeberg halten. Schönfeld: „Wir haben ein sehr gutes Verhältniss zur KV, und wir werden auch für den Mieter eine gute Lösung finden.“

Wolfgang Glombik

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