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Segeberg Die Frau mit Herz und Ideen geht
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18:12 25.06.2016
Geschenke zur Verabschiedung: Das Buch „!Hase und Igel“ überreichte Einrichtungsleiter Stephan Kühn an Brigitte Stürwohld. Quelle: Domann

Genau 15 Jahre hat Brigitte Stürwohld im Paul-Gerhardt-Haus gearbeitet, nun geht sie in den Ruhestand. Ein Jahr lang hatte die heute 65Jährige als Servicekraft gearbeitet, danach war sie für die soziale Betreuung der alten Menschen verantwortlich.

Während des Sommerfestes des Altenpflegeheimes wurde sie nun verabschiedet. Andreas Kalkowski, Direktor des Landesvereins Innere Mission, bedankte sich für das außerordentliche Engagement. „Sie haben gesagt, Sie würden fürs Reden bezahlt werden, doch das mache jetzt ich.“ Sie habe sich für das Haus eingesetzt, sich um Kunst und Kultur gekümmert und die Ehrenamtlergruppe aufgebaut, so Kalkowski.

Und er bezeichnete diese Kraft als Segen: „Sie haben die Kraft Gottes mit ins Haus gebracht“, betonte der Direktor.

Frau Stürwohld sei für das soziale Leben zuständig gewesen und habe ganz nach dem Motto des Landesvereins „Für Menschen, mit Menschen“ gelebt. Mit ihrem Engagement habe sie vieles bewegt, doch nun hätten die eigenen Kräfte ihre Grenzen erreicht. „Ich bin sehr froh, Ihnen zu danken und wünsche Ihnen ein Leben mit reichhaltigen Erfahrungen“, so Kalkowski. Den guten Wünschen schloss sich Einrichtungsleiter Stephan Kühn an. Er verglich die Zusammenarbeit mit Brigitte Stürwohld mit der Geschichte von Hase und Igel: „Wir haben die gleichen Ideen gehabt, mal waren Sie der Igel, mal war ich es.“ Dabei sei es nie Wettkampf oder Konkurrenz gewesen, sondern alles habe sich immer um das Wohl des Hauses und seiner Bewohner gedreht. Kühn zählte die vielen guten Eigenschaften von Brigitte Stürwohld auf: Freundlichkeit, Organisationstalent, Schnelligkeit, Empathie. Sie habe zugehört, Streit geschlichtet, neue Mitarbeiter angelernt und kenne jeden der 92 Bewohner, deren Biographien und Angehörige. „Sie waren überall präsent und in den 15 Jahren nicht mehr als 20 Tage krank“, lobte Kühn. Unschlagbar sind die Ideen gewesen: So gab es im vergangenen Jahr zum ersten Mal einen Umzugswagen des Paul-Gerhardt-Hauses beim Kindervogelschießen. Und für das Sommerfest unter dem Motto „Wilder Westen“ hatte sie Idee, Winnetou auftreten zu lassen. Doch dessen Besuch hätten sie ein Jahr zuvor buchen müssen.

„Es war eine abwechslungsreiche und schöne Zeit“, dankte Brigitte Stürwohld. Sie habe viele interessante Menschen kennen gelernt und auch einige Stürme erlebt. Nun freue sie sich auf mehr Zeit mit ihrem Mann und den Enkeln und vor allem auf ruhigere Nächte. Denn da kamen immer die Ideen, über deren Umsetzung sie dann die Nacht hindurch grübelte. sd

LN

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