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Segeberg Die Legende von Kuddel Brammer
Lokales Segeberg Die Legende von Kuddel Brammer
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20:48 18.10.2016
Dieses Mal wird weder in der guten Stube noch auf einem Bauernhof gespielt: Eine Hamburger Hafenkneipe namens „Blauer Peter“ ist in der 47. Spielzeit die Kulisse in der die Laienschauspieler der Fahrenkruger Füerwehr Speeldeel „op Platt“ ihre Zuschauer unterhalten wollen. Quelle: Fotos: Hiltrop

Wirt Kuddel Brammer hett schmuggelt. Un he hett Schulden. Doch he un sien tweete Fru Mary hept een Plan, damit keeneen markt, wo he avbleven is. Dumm nur, dat de nich opgeiht. Wat aver för bannig Kuddelmuddel sorgen deit. Das war Platt. Und davon gibt es bei den Aufführung der Fahrenkruger Füerwehr Speeldeel reichlich.

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Fahrenkruger Füerwehr Speeldeel steckt mitten in den Proben zum neuen Stück – Premiere ist am 12. November.

Wer die ganze Geschichte vom verschuldeten, schmuggelnden Karl Brammer alias Kuddel, Wirt vom Blauen Peter, erfahren will, der ist als Zuschauer bei der kultigen Laienspieltruppe genau richtig. Die steckt derzeit zwar noch mitten in den Proben, aber langsam wird’s was mit der Textsicherheit. Und für diejenigen, die des Niederdeutschen nur ansatzweise mächtig sind, sei angemerkt, dass auch sie garantiert auf ihre Kosten kommen werden.

Für ihre 47. Speeltied (Spielzeit) haben sich die Freizeitschauspieler eine Komödie in dree Törns (in drei Akten) von Wilfried Wroost vorgenommen: „Mien Mann, de fohrt to See!“. Darum geht es dieses Mal weder in eine gutbürgerliche Stube noch auf einen Bauernhof, wie so oft in Plattdeutschen Stücken. Die Hamburger Hafenkneipe „Blauer Peter“ ist die Kulisse (gebaut von Walter Schenk), in der sich irgendwann in den 50er-Jahren Wirt Kuddel (Bernd Rother), sien Fru Mary (als seine Frau Jutta Kahler) und de Deern Ulli Stichling (das Mädchen, Franziska Pooch) mit der Brammerschen Verwandtschaft „’rumschlagen“ muss.

Da ist etwa Bruder Friedrich Brammer (Walter Schenk) und seine Frau Augusta Victoria (Anna Jürgensen), Schutenvermieter Mandus Sötje (Hein Wriedt) und seine Angetraute Malwine (Mauschi Kruse), geborene Brammer, sowie der ehemalige Hapag-Steward Adrian Pott und Schiffsausrüster Justus Aldag (Gerhard Ladiges).

Die große Herausforderung in diesem Jahr ist jedoch nicht der Stoff zum Stück gewesen, sondern der Umstand, dass im September einer der jungen Nachwuchsschauspieler beruflich ausgefallen war. Darum sprang Walter Schenk ein, und für vier andere männliche Rollen drehte sich das Darsteller-Karussell. „Das ist der Tatsache geschuldet, dass die Charaktere zu den Schauspielern passen müssen“, sagt Reimers, während er seinen neuen Text – vom Kneipenwirt Brammer zum Schiffsmakler Johannes Menck – büffelt. Regisseurin Jutta Gade ist sicher: „Das wird. Und außerdem ist ja Souffleuse Anke Böttger da, die gibt Sicherheit.“ Drei Wochen bleibt der Fahrenkruger Füerwehr Speeldeel, damit Texte und Rollen am Premierenabend (12. November) im Bürgerhaus sitzen. Und wenn’s hakt? Auch keine große Sache. Überraschende Improvisationen sorgen bekanntlich meist für besonders laute Lacher.

15 Aufführungen

Mit der Premiere von „Mien Mann, de fohrt to See“ am Sonnabend, 12. November, im Bürgerhaus Fahrenkrug (ab 20 Uhr) beginnt die Fahrenkruger Füerwehr Speeldeel-Saison. Am Sonntag, 13. November, wird es an gleicher Stelle (ab 16 Uhr) eine weitere Vorstellung geben. Am 20. November geht es ins Bürgerhaus nach Dornbreite (ab 18 Uhr). Weitere Vorstellungen sind zwischen Ende Januar und Ende Februar geplant, etwa in Teegens Gasthof und dem Kleinen Theater in Wahlstedt. hil

Heike Hiltrop

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