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Segeberg Die „Rattenvilla“ ist jetzt „Goldmarie“
Lokales Segeberg Die „Rattenvilla“ ist jetzt „Goldmarie“
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20:19 28.12.2015
Café mit Seeblick: In den ersten drei Tagen wollen Britta Fischer (r.) und Claudia Bewarder den Gästen zeigen, was aus der alten Seevilla geworden ist.

Die Fußspuren neugieriger Passanten sind überall auf dem Rasen rund um die renovierte Villa am Großen Segeberger See zu sehen. Offensichtlich sind nicht nur die Betreiberinnen der „Goldmarie“ gespannt auf das neue Café, das am 1. Januar endlich öffnet — mit über einem Jahr Verspätung.

Zahlreiche bauliche Maßnahmen haben die Sanierung der denkmalgeschützten Seevilla und damit die Café-Eröffnung immer wieder verzögert. Die LN berichteten mehrfach. Zuletzt erhielt das 1913 erbaute Haus eine wasserdichte „Wanne“ rund um Fundament und Keller, um es vor Absackung und eindringendes Grundwasser zu schützen. Deutlich über eine Million Euro will Eigentümer Kurt-Werner Bohlien in die Sanierung gesteckt haben.

Doch seit einigen Wochen steht das schmuckvolle Haus am Eingang zur Promenade bereit, auch der Innenausbau ist fertig. Im gläsernen Anbau stehen schon die Holztische bereit, gemusterte Kissen polstern die hellgrauen Stühle. Ein skandinavischer Look. Viel Licht fällt durch die Glaswände, die den Blick frei machen auf den See. Die Konzipierung des Anbaus war ein langer Kampf mit der Denkmalbehörde, an der ein Investor zuvor schon gescheitert war. Doch durch die Bauweise des Hauses galt der Anbau immer als Voraussetzung, um hier überhaupt ein Café wirtschaftlich betreiben zu können. So kommt das Café erst auf seine 50 Plätze im Innenbereich.

Das Interesse an dem Café ist groß. Reservierungswünsche wurden bereits zahlreich an die beiden Pächterinnen Britta Fischer und Claudia Bewarder herangetragen. Sogar im Haus hätten schon Leute gestanden und nach einem Tisch gefragt. In den ersten drei Tagen der Eröffnung sollen die Besucher Gelegenheit haben, sich anzuschauen, was für ein Goldstück aus der alten „Rattenvilla“ geworden ist.

Am Freitag, Sonnabend und Sonntag, 1. bis 3. Januar, wird das Café von 12 bis 17 Uhr mit einem Vorgeschmack des Speisenangebots geöffnet sein. Erst ab Montag, 4. Januar, wird die komplette Karte angeboten und die „Goldmarie“ täglich ab 9.30 Uhr geöffnet sein.

Bis dahin gibt es für die beiden Café-Betreiberinnen noch einiges zu tun. Kisten auspacken, Kühlschränke einräumen, Küche und Tagesbar müssen fertig bestückt, die Speisekarten ausgedruckt werden. Die Bestuhlung der Terrasse steht noch im Verbindungsgang zum Anbau — über den das Café barrierefrei zugänglich ist. Wenn es trocken bleibt, soll zur Eröffnung auch der Außenbereich für die Gäste geöffnet sein. Heizstrahler und Decken stehen zur Verfügung.

Verschiedene Frühstücksvariationen sollen zum festen Angebot der „Goldmarie“ werden, erzählen Bewarder und Fischer, die Wert auf regionale Produkte legen. Geplant sei zudem ein kleiner Mittagstisch sowie selbstgemachte Torten und Kuchen am Nachmittag. Speisen und Getränke holen sich die Gäste selbst am Tresen im Altbau ab. Zur klein gehaltenen Speisekarte soll es zusätzlich wechselnde Angebote geben. Jetzt muss es nur noch den Segebergern schmecken.

„Am 1., 2. und 3. Januar können alle zum Gucken kommen.“
Britta Fischer

Nadine Materne

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