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Segeberg Die Stimmung ist das, was zählt
Lokales Segeberg Die Stimmung ist das, was zählt
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11:17 14.06.2016
Standen in der ersten Reihe: Niklas Ruge, Vladii Japs, Elias Markwardt und Marico Haese aus Bad Oldesloe (von links). Quelle: Fotos: Petra Dreu

Seine diesjährige Feuertaufe hat die Möbel- Kraft-Arena mit dem EM-Vorrundenspiel Deutschland gegen Ukraine bestanden.  Belohnt wurden die Fans mit einem 2:0-Sieg von Jogis Jungs und einer überaus guten Stimmung.

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4500 Fans feierten am Sonntag in der Kraft-Arena den 2:0-Sieg von Jogis Jungs über die Ukraine.

„Die stehen da allen Ernstes freiwillig bei der Kälte und dem Regen draußen rum?“, lautete ein Kommentar auf ein Foto aus der Möbel-Kraft-Arena, das die Lübecker Nachrichten bei Facebook gepostet hatten. Der Regen jedoch ließ die meisten Fußballfans völlig kalt, die im Vergleich zu den Vortagen niedrigen Temperaturen spielten bei der spannenden Partie auch keine Rolle. Viele von ihnen lassen sich seit dem Auftakt der Public-Viewing-Events, die 2006 mit der Weltmeisterschaft in Deutschland begannen, kein Spiel entgehen.

„Was juckt mich das Wetter? Die Stimmung ist das, was zählt“, sagt Andre Wulf (42) aus dem Nehmtener Ortsteil Sepel. Er trägt einen riesigen Deutschland-Hut auf dem Kopf und hat in den zehn Jahren kaum ein Spiel verpasst hat. Die Public-Viewing-Veranstaltungen sind für ihn mehr als ein Fußballspiel: „Meistens kommen wir zu viert. Aber ich kenne hier so viele Leute. Sie wiederzutreffen, ist einfach klasse.“ Gunnar Miebrodt (45) aus Ahrensbök begleitet das Fußballspiel in den entscheidenden Momenten mit seiner Pauke. Für ihn ist der Blick auf die 40 Quadratmeter große LED-Wand zudem eine Familienveranstaltung, denn Tochter Janin (20) und Sohn Pascal (23), die ihre Cliquen mitgebracht haben, sind ebenfalls mit von der Partie.

Ganz still und eng umschlungen steht etwas abseits der großen Masse ein besonderes Paar: Stephan und Olena Bachmann. Beide wohnen in Wahlstedt. Er ist Segeberger, sie wurde auf der ukrainischen Halbinsel Krim geboren. Kennengelernt haben sie sich vor 18 Jahren in Bad Segeberg, als Olena am Kalkberg ihren Urlaub verbracht hatte. Dabei hat es gefunkt, kurze Zeit später reiste Stephan Bachmann in die Ukraine. „Er musste ganz offiziell um meine Hand anhalten“, erzählt Olena. Egal, wie das Spiel ausgeht, ihrer Beziehung kann das Ergebnis nichts anhaben. 2:1 für Deutschland lautete der Tipp der gebürtigen Ukrainerin – am Ende knapp daneben. Olena Bachmann: „Schön wäre es aber, wenn sich Deutschland die Punkte woanders holen würde. Ich wünsche mir, dass beide Mannschaften weiterkommen.“

Das Herz von Özlem Arslan und Christian Pohl (beide 19) aus Trappenkamp und Lina Wykowski (18) aus Bornhöved schlägt für die deutsche Mannschaft. Mit einer ganzen Clique sind sie nach Bad Segeberg gefahren. „Wenn Public Viewing ist, sind wir fast immer dabei. Die Stimmung hier ist einfach toll“, erzählt Lina Wykowski, aus deren Kopf schwarz- rot-goldene Bunny-Ohren wachsen.

Auf Hüte und Fahnen in Deutschland-Farben haben sich die Oldesloer Niklas Ruge, Vladii Japs, Elias Markwardt und Marico Haese beschränkt. Marico Haese: „Wann immer es geht, sind wir dabei.“ Belohnt wurde ihre Treue mit den Möbel-Kraft-Shirts zur Weltmeisterschaft vor zwei Jahren. Was übrig geblieben ist, hatten Mitarbeiter des Möbelhauses in die Menge geworfen.

Am Donnerstag steht das nächste Spiel in der Kraft-Arena auf dem Programm: Deutschland gegen Polen um 21 Uhr. Einlass ist ab 18 Uhr.

 Petra Dreu

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