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Die Verträge sind geschlossen: Betonbauer plant neues Werk

Kaltenkirchen Die Verträge sind geschlossen: Betonbauer plant neues Werk

In Kaltenkirchen will die Firma Kann zehn Millionen Euro investieren und mindestens 50 Arbeitsplätze schaffen — Im Drei-Schicht-Betrieb sollen Betonwaren produziert werden.

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Paulhorst Kann (v.l.), Bürgermeister Hanno Krause und Jan Geenen haben gestern den Grundstückskaufvertrag geschlossen.

Quelle: Fotos: Spreer

Kaltenkirchen. Da hat die Stadt Kaltenkirchen wieder einen dicken Fisch an Land gezogen: Gestern hat Bürgermeister Hanno Krause einen Grundstückskaufvertrag mit der Unternehmensgruppe Kann unterzeichnet. Sie will in der Stadt eine Produktionsanlage für Betonprodukte errichten. Die Investitionssumme beträgt 15 Millionen Euro.

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In Kaltenkirchen will die Firma Kann zehn Millionen Euro investieren und mindestens 50 Arbeitsplätze schaffen — Im Drei-Schicht-Betrieb sollen Betonwaren produziert werden.

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„Das ist ein weiterer Meilenstein für unsere Stadt“, freute sich Krause, nachdem er den Vertrag mit den Geschäftsführern Paulhorst Kann und Jan Geenen über den Kauf eines 5,2 Hektar großen Gewerbegrundstückes in der Grashofstraße (B-Plangebiet Nr. 74, „Hochmoor“) unterschrieben hatte. Das 1927 gegründete Familienunternehmen mit 1200 Mitarbeitern und 230 Millionen Euro Jahresumsatz sei „einer der führenden Betonwarenhersteller in Deutschland“, sagte Geenen. Bisher ist er allerdings in Norddeutschland eine eher unbekannte Größe. Das soll sich ändern, so Kann, der das Unternehmen mit Geenen in dritter Generation führt.

Kaltenkirchen sei für die Firma eine sehr gute Wahl, die Standortfaktoren lägen auf der Hand, führten die Vorstände aus: Sand, Kies und Split, die neben Zement wichtigsten Rohstoffe für die Firma, gebe es hier reichlich. Hinzu komme der nahegelegene große Absatzmarkt Hamburg, die gute Autobahnanbindung, und man habe ein großes Grundstück gefunden, auf dem ein Drei-Schichten-Betrieb realisiert werden kann. 60 Euro für den erschlossenen Quadratmeter zahlt Kann an Kaltenkirchen. „Daran verdienen wir zwar nichts, wir subventionieren den Preis aber auch nicht“, betonte Krause. Er setzt vielmehr auf spätere Steuereinnahmen.

Und auf Arbeitsplätze. Die Arbeitslosenquote liege in der Stadt bei 7,4 Prozent. Mindestens 50 Stellen will Kann schaffen. Vorausgesetzt, man könne in drei Schichten arbeiten, wenn alle erforderlichen Genehmigungen beisammen seien. Zwar verursache das Pressen der Betonsteine und der anderen Produkte Lärm, aber die Maschine sei zweifach „gekapselt“, also isoliert.

Eingefädelt hat den Deal die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Segeberg, klärt der Kaltenkirchener Wirtschaftsförderer Alfred Vahl auf. „Wir sind hier gut aufgenommen worden“, lobte Paulhorst Kann. Die Geschäftsführer gehen vom Baubeginn in der ersten Hälfte des Jahres 2017 aus. Die Kosten für die reine Baumaßnahme lägen bei zehn Millionen Euro.

Auf dem Areal will Kann Betonwaren für Haus und Garten unterschiedlichster Art herstellen und lagern. Außerdem sei ein Vertriebsbüro vorgesehen und große Musterflächen, auf denen sich die Kunden Anregungen holen können. Allerdings verkauft Kann nicht an Endkunden, sondern über den Baustoffhandel.

Das Gewerbegebiet „Hochmoor“ — ursprüngliche Größe: 22 Hektar — verkauft sich wie geschnitten Brot: „Zweidrittel haben wir binnen eines Jahres veräußert“, sagt Krause. Seine Verwaltung habe tolle Arbeit geleistet. „Jetzt stehen hier nur noch 7,5 Hektar zur Verfügung.“ An anderen Stellen in der Stadt gebe es weitere 15 Hektar, dann seien die Landreserven aufgebraucht. Da sei es gut, dass die Erarbeitung des neuen B-Planes Nr. 80 für weitere Gewerbeflächen zügig vorangehe. Hanno Krause: „Wir kämpfen um jeden Einwohner und jeden Betrieb.“

60 Mal in Deutschland

Die Kann-Gruppe aus Bendorf zählt sich zu den führenden Herstellern von Betonprodukten in Deutschland. Ihre Angebot erstreckt sich von Rohstoffen über Transportbeton, Logistikdienstleistungen und die Produktion von Fertigteilen für den Industrie- und Gewerbebau bis hin zu Produkten für den Straßen-, Garten- und Landschaftsbau.

Bundesweit betreibt die Kann-Gruppe mit Tochtergesellschaften mehr als 60 Produktionsstandorte mit 1200 Mitarbeitern. Allein 21 Baustoffwerke gibt es in Deutschland. Das 22. soll nun in Kaltenkirchen entstehen.

Von Christian Spreer

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