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Segeberg Die Wirtschaftsförderung steht auf neuen Beinen
Lokales Segeberg Die Wirtschaftsförderung steht auf neuen Beinen
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19:16 01.07.2016
„In kurzer Zeit ist mit Kreistag und -ver- waltung die Neuaus- richtung gelungen.“ Maike Moser, WKS

„Darüber bin ich froh und erleichtert“: Maike Moser, die neue Geschäftsführerin der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises Segeberg (WKS), verließ

den Kreistagssitzungssaal mit einem Lächeln: Gerade hatte der Kreistag die Zusammenführung von Kreisbeteiligungsgesellschaft KSB und WKS beschlossen, der Wirtschaftsförderung eine neue Struktur gegeben und die Aufsichtsratsmitglieder bestimmt. Fast alle Beschlüsse fielen einstimmig, und diese Einhelligkeit war es, die Maike Moser so freute.

Allein bei der Benennung des neuen WKS-Aufsichtsrates gab es drei Nein-Stimmen und eine Stimmenthaltung. Zuvor war die Fraktion der Piraten mit ihrem Antrag gescheitert, dass Mitglieder des Hauptausschusses des Kreistages nicht zugleich im Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderer sitzen dürften. Außer den beiden Piraten hatten für diesen Antrag allein fünf Mitglieder aus Reihen von Grünen, SPD und Linken gestimmt, sieben weitere Abgeordnete enthielten sich, und die große Mehrheit sprach sich gegen einen Ausschluss der Hauptausschussmitglieder aus dem Aufsichtsrat aus. Dem neuen Aufsichtsrat gehören neben Landrat Jan Peter Schröder (zurzeit Vorsitzender) die Alt-Mitglieder Martin Ahrens (SPD), Jörg Buthmann (CDU) und Regina Spörel (Grüne) an. Neu nominierte die CDU die Abgeordnete Angelika Hahn-Fricke, und allgemein wurde gewürdigt, dass mit dem Norderstedter Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote (CDU) und dem Bad Segeberger Bürgermeister Dieter Schönfeld (SPD) zwei externe Mitglieder dazugehören.

Hauptausschussvorsitzender Henning Wulf ging auf die Anfänge der Wirtschaftsförderung und Beteiligungsgesellschaften des Kreises ein: „Wir beenden heute eine Geschichte, die mit der Fusion der Sparkassen von Pinneberg und Segeberg begann.“ Als sich bei den Banken Fehlbeträge von zunächst 12, dann 15, dann 35 und zuletzt 80 Millionen Euro (für beide ehemaligen Kreissparkassen) auftaten, musste nicht nur der Sparkassenverband eingreifen – der Kreis Segeberg verpfändete zudem seine E.on-Anteile zur Kapitalabsicherung. „Da mussten wir anfangen, Gesellschaften zu gründen“, erklärte Wulf. Manches sei dabei schiefgegangen, doch man habe gelernt und sei jetzt hoffnungsfroh, mit der nur noch einen Gesellschaft neu durchzustarten. Manches sei unter dem früheren Geschäftsführer „nicht ganz so elegant gelaufen wie gewünscht“ (FDP-Fraktionschef Wolfgang Schnabel), doch Maike Moser habe bei der WKS schon vieles transparenter gestaltet, lobte Landrat Schröder. „Die Herausforderungen nach einer derart umfangreichen Kurskorrektur sind groß“, sagte Maike Moser. „Das wirtschaftliche Potenzial des Kreises ist es aber auch.“

Lothar Hermann Kullack

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