Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Die alten „Mühlen“ der Schüler landeten auf der Bühne
Lokales Segeberg Die alten „Mühlen“ der Schüler landeten auf der Bühne
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:54 07.06.2017
Blick auf das untere Chassis, das sich der Fahrer nur äußerst selten ansieht: Carsten Dill von der Dekra berät den BBZ-Schüler Niklas Beeth, der jeden Tag aus Lübeck nach Bad Segeberg kommt. Quelle: Fotos: Kullack
Bad Segeberg

Zum bereits elften Mal kamen die Fahrzeug-Sachverständigen der Dekra ins Berufsbildungszentrum (BBZ) Bad Segeberg, damit Schüler hier kostenlos ihre Fahrzeuge auf Sicherheit überprüfen lassen konnten. Mit dabei: Birger Schwien von der Polizeidirektion und der langjährige Schirmherr der Aktion, Gero Storjohann, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion. Schulleiter Heinz Sandbrink freute sich, dass auch dieses Mal gut drei Dutzend Schüler freiwillig ihre Autos untersuchen ließen.

Es sind meist nicht die jüngsten Autos, die von Schülern gefahren werden. Doch sicher sollten sie sein – die Dekra kam ins BBZ zum Safety-Check.

Werden Mängel wie abgefahrene Reifen entdeckt, hat das für die Schüler im Rahmen dieser Aktion keine Folgen – schließlich nehmen sie an einer freiwilligen Maßnahme teil. Dekra und Polizei weisen nur darauf hin, dass etwa spiegelglatte Reifen bei Verkehrskontrollen für Ärger sorgen würden und zudem im Verkehrsalltag brandgefährlich sind. „Einmal hat sich ein Fahrzeug selbst stillgelegt“, erzählte gestern Timm Gerges, neben Dirk Härmand und Christa Schröder Verkehrssicherheitsbeauftragter des BBZ. „Da war am Fahrzeug eines Schülers mitten während des Bremstests die Bremsleitung geplatzt.“

Derart gefährliche Dinge werden aber äußerst selten entdeckt. Die geplatzte Bremsleitung, so Jochen Schnack, Leiter der Dekra-Niederlassung Lübeck, war der einzige drastische Fall unter 3000 untersuchten Autos in den vergangenen Jahren. „Aber junge Leute sind häufiger in älteren Autos unterwegs, die nach wie vor durch eine extrem hohe Mängelquote und ein überdurchschnittliches Unfallrisiko auffallen“, sagt der Experte. Die Zahlen von gestern standen bei Redaktionsschluss noch nicht fest – aber im vergangenen Jahr hatte die Dekra im Rahmen der Safety-Check-Aktion landesweit 1100 Autos untersucht und dabei über 3700 Mängel festgestellt. Mehr als drei Viertel (83 Prozent) der Autos der 18- bis 25-jährigen Fahrer wiesen sogar erhebliche Sicherheitsmängel auf. Im Durchschnitt waren die Autos 10,8 Jahre alt und hatten durchschnittlich 125000 Kilometer zurückgelegt.

Für gestern hatten die Verkehrssicherheitslehrer unter anderem die Sozialversicherungs-Fachangestellten ausgewählt. Weil Bad Segeberger für sie die einzige Berufsschule im Lande ist, kommen die „Sofas“ sogar aus Heide, Rendsburg oder Flensburg angereist. Im nächsten Jahr, so Schulleiter Sandbrink, sei die neue Fahrzeughalle des BBZ fertig – dann habe man Kapazitäten, um die Autos aller Schüler untersuchen zu lassen: „20 bis 30 Prozent unserer Schüler kommen mit dem eigenen Auto oder in Fahrgemeinschaften zu uns.“

Lothar Hermann Kullack

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Sommer-Ferienpässe werden ab kommenden Montag, 12. Juni, für die Schüler der Helen-Keller-Grundschule und der Poul-Due-Jensen-Gemeinschaftsschule in der Schule, ...

07.06.2017

Viktor Propp ist seit Donnerstag verschwunden.

07.06.2017

Damit alle jungen Leute rechtzeitig im Sommer in die Ausbildung gehen können, bietet die IHK zu Lübeck gemeinsam mit der Handwerkskammer sowie der Agentur für Arbeit am Montag, 12.

07.06.2017
Anzeige