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„Die, die Straße kaputt gemacht haben, sollen auch zahlen“

Bad Segeberg „Die, die Straße kaputt gemacht haben, sollen auch zahlen“

Bürger der Seestraße gehen auf die Barrikaden: Schon im Februar wiesen sie Bürgermeister Schönfeld auf Folgen des Schwerlastverkehrs hin.

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„Sollte das verwirklicht werden, dann können wir alle einen Offen- barungseid leisten.“ Hans-Jürgen Reher, Anlieger

Bad Segeberg. Ja das sei schon „ein Batzen Geld“, den die Bewohner von Großer Seestraße und Gasberg zahlen müssten, gibt Bad Segebergs Bauausschussvorsitzender Heino Pfeiffer zu. Auf LN-Anfrage erklärte er, dass der Ausschuss sich vorgestern mit den Plänen zum Ausbau der Straßen zwar beschäftigt habe, hierüber aber noch nicht abgestimmt worden sei. Das Thema werde in den Fraktionen beraten.

Wie gestern berichtet, hat die Stadtverwaltung Pläne zur Umgestaltung von der Straße Am Gasberg und Große Seestraße vorgelegt, die mächtig für Aufsehen sorgen. Eine Straßensanierung würde fast 900

000 Euro kosten, 85 Prozent davon müssten die Anlieger tragen. Die Wählergemeinschaft BBS hatte das Thema angeschoben. Für Pfeiffer (BBS) ist klar: „Es kann doch nicht sein, dass man zur neuen Seepromenade auf einer Straße gehen muss, wo man sich die Knochen bricht.“ Pfeiffer regt nun eine einfache Variante zur Verschönerung der Straßen an, so dass es für die Anlieger nicht so teuer wird.

Doch inzwischen hat sich eine Bürgerinitiative in der Großen Seestraße gebildet. Sprecher Hans-Jürgen Reher zeigte sich empört, dass die Anlieger für die Sanierung der Straße zur Kasse gebeten werden. „Das sollen die bezahlen, die die Straße kaputt gemacht haben“, erklärte er bei einem Redaktionsbesuch. Schon im Februar hatten fast alle Anlieger ihre Besorgnis über die Verschlechterung der Asphaltdecke durch Baufahrzeuge geäußert. Ein Schreiben ging an den Bürgermeister. Schon bei dem ersten Bauvorhaben für die Segeberger Kliniken seien Straßenkörper und Bürgersteig erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden — durch Schwerlastverkehr, so Reher.

Dabei liege die Belastungsgrenze der Straße nur bei Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht. Das sei sogar von Amtswegen ermittelt worden, betonte Reher. Das Bauvorhaben am Gasberg sei noch lange nicht beendet, und schon zeigten sich erhebliche Beschädigungen des Straßenkörpers. „Sollte die Straße durch Baumaßnahmen so zerstört sein, „dass eine Erneuerung notwendig wird, so gehen wir davon aus, dass eine Kostenbeteiligung der Anwohner und Grundstücksbesitzer ausgeschlossen ist“, schrieben die Anlieger dem Bürgermeister. Genau das steht jetzt aber zur Diskussion. Sollten die Pläne mit den „erschreckenden Kosten“ verwirklicht werden, „dann können wir alle einen Offenbarungseid leisten“, befürchtet Reher. „Wir wollen keine vergoldeten Bürgersteige, die Seestraße kann so bleiben wie sie ist.“

Wolfgang Glombik

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