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Segeberg Die flotten Bienen von den Landfrauen
Lokales Segeberg Die flotten Bienen von den Landfrauen
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23:19 12.02.2016
Beim Thema Biene dachte Wiebke Bock (Landfrauen Bornhöved) sofort an ein Insektenhotel. Ehemann Uwe hat den Rahmen hergestellt.

Die Flügel der metallenen Bienenskulptur sind mit Holzschnitzel gefüllt und unzähligen Reethalmen. In mühsamer Fleißarbeit auf Länge geschnitten, dicht an dicht füllen sie die Metallform aus. „Der Hohlraum der Halme wird von Wildbienen gerne zum Nisten genutzt“, erklärt Wiebke Bock, Vorsitzende der Landfrauen Bornhöved und Umgebung. Beim Thema Biene sei ihr sofort der Gedanke eines Insektenhotels gekommen, sagt sie. Das Wohnhaus für Bienen und Co. in Bienenform ist für die Landesgartenschau in Eutin. Deren Besucher sollen ab dem 28. April von einer blühenden Blumenwiese und scheinbar darüber fliegenden Bienenskulpturen begrüßt werden — hergestellt von den Landfrauenvereinen aus ganz Schleswig-Holstein. 145 Ortsvereine beteiligen sich an dem Projekt. 15 Bienen kommen aus dem Kreis Segeberg „eingeflogen“.

Das Design ist dabei jedem Verein selbst überlassen. Vorgegeben war lediglich die Größe der Skulptur — 70 bis 80 Zentimeter hoch, 50 bis 60 Zentimeter breit und auf einem Stab soll sie stecken, am besten in einer Höhe von 1,60 Metern.

Aus einem Körper aus Kastanienholz und Flügeln aus pinkem Draht hat Andrea Gerth von den Landfrauen Stuvenborn und Umgebung die Biene des Vereins gebastelt, berichtet Vorsitzende Cornelia Alberts-Book den LN. „Pink Lady“ heißt sie. Es ist das dritte Mal, dass sich der Verein an der Aktion der Landfrauen zur Landesgartenschau beteiligt. In Norderstedt wurden Hühner gebastelt, in Schleswig Blumen gefertigt. „Das ist jedes Mal ein Hingucker.“

Sicherlich auch in diesem Jahr, denn die Landfrauen präsentieren ihre kreative Seite mit teilweise ungewöhnlichen Designs. Aus „lauter Altteilen“ zusammengebaut ist zum Beispiel die Biene der Neuengörser Landfrauen. Gebrauchsgegenstände haben dagegen die Großenasper Frauen genutzt: „Der Kopf ist ein Fußball, Arme und Beine aus Staubsaugerrohren“, berichtet Vorsitzende Claudia Kahl. Zwei Keramiktöpfe bilden den Körper, und für die gestreifte Musterung hat Bastlerin Anja Mahlstedt Klebestreifen benutzt. „Das sieht schon sehr witzig aus“, lobt Kahl, die hofft, dass die Skulptur alle Wetterkapriolen des Sommers auch übersteht. Denn hinterher soll ein Teil der Bienen für einen guten Zweck versteigert werden — darunter auch die Großenasper Kreation.

Viel Bier und Limonade haben die Hartenholmer Landfrauen getrunken für ihre Biene. Wegen der Kronkorken, verrät Vorsitzende Maren Schümann — als Material für die Flügel des Insekts. „Sie sollen im Wind rascheln.“ Eine sehr filigrane Arbeit von Vorstandsmitglied Birgit Wolf, sagt Schümann.

Für die Landfrauen Nahe und Umgebung hat Zimmerer Kurt Möller zur Säge gegriffen und eine Biene aus Massivholz gefertigt. 50 Kilo schwer. Für die Ausstellung in Eutin bekommt sie noch einen Honigtopf um den Hals erzählt Vorsitzende Brigitte Niemeitz.

Neben Bornhöved, Stuvenborn, Neungörs, Großenaspe, Hartenholm und Nahe beteiligen sich auch Pronstorf, Groß Kummerfeld, Heidmühlen, Kaltenkirchen, Bad Bramstedt, Schlamersdorf, Schmalfeld, Winsen und Leezen. „Die Vielfalt der Bienen zeigen auch die Vielfalt der Landfrauen“, sagt Wiebke Bock, die auch im Landesvorstand aktiv ist. Die Biene sei aber nicht nur Symbol der Landfrauen, sondern auch wichtig für die Natur, betont Bock. „Vielen ist ja gar nicht bewusst, dass alles zusammenbricht, wenn es keine Bienen mehr gibt.“ Den Insekten machten nicht nur Schädlinge zu schaffen, sondern auch das Verschwinden von Lebensraum und Nahrungsquellen, betont Bock. Wohl deshalb habe sie sofort an ein Insektenhotel gedacht, sagt sie. Bloß gut, dass ihr Ehemann Schlosser ist, sonst wäre es schwer geworden, den bienenförmigen Entwurf in die Realität umzusetzen. Nach der Gartenschau soll das Hotel in ihrem Garten aufgestellt werden. Als neuer Wohnraum für Wildbienen und andere nützliche Insekten.

Nadine Materne

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