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Segeberg Neue Fünftklässler: Kopf-an-Kopf-Rennen der Gymnasien
Lokales Segeberg Neue Fünftklässler: Kopf-an-Kopf-Rennen der Gymnasien
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10:00 10.03.2019
Die Gemeinschaftsschule am Seminarweg hat nur 66 Anmeldungen, hofft noch auf Nachzügler. Quelle: Wolfgang Glombik
Bad Segeberg

Der Ansturm auf die beiden Gymnasien in Bad Segeberg bleibt ungebrochen. Sie verzeichneten die meisten Anmeldungen für das kommende Schuljahr. Die Frist für diese Anmeldungen an die weiterführenden Schulen ist diese Woche abgelaufen.

Die neuen Fünftklässler und vor allem ihre Eltern suchen offenbar die Herausforderung. In diesem Jahr liegt die Dahlmannschule mit einer knappen Nasenlänge voraus. Sie hat 109 Anmeldungen, während das Städtische Gymnasium auf 106 neue Sextaner kommen wird. Besonders freut man sich an der Dahlmanschule, dass die Schule wieder mit 22 Schülern eine Streicherklasse gründen kann. Das belebt ihren Schwerpunkt Musik.

Dahlmannschule mit fünf fünften Klassen

Der stellvertretende Schulleiter Thorsten Glaser betont, dass die Dahlmannschule auf fünf Klassen kommen werden. Glaser: „Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis. Schön, dass wir auch einmal die Nase vorn haben.“ Der „schlimme Herbst“ mit dem Weggang der früheren Schulleiterin habe der Schule offenbar nicht geschadet. Demnächst werde der Schulleiter-Wahlausschuss zusammengestellt.

Überrascht zeigte sich Glaser davon, dass sich viele Grundschulen mit einer Gymnasialempfehlung zurückgehalten hätten. Es sei „etwas sinnfrei“ und arbeitsaufwendig gewesen, Eltern zu einer Beratung zu zwingen, wenn ihr Kind im Zeugnis fast nur Zweier habe – nur weil von der Grundschule trotz guter Noten die Gemeinschaftsschule empfohlen worden sei. Das habe sehr viel Zeit gekostet. „Wir haben eine Orientierungsstufe, da zeigt es sich ohnehin erst in Klasse fünf oder sechs, ob ein Kind richtig ist am Gymnasium.“ Die Durchlässigkeit für den Schulart-Wechsel solle ohnehin noch verbessert werden.

Schulleiter Rüdiger Nelson rechnet noch mit Nachzüglern, Quelle: Glombik

Vier neue Klassen am Städtischen Gymnasium

Ulf Kirschstein, stellvertretender Schulleiter des Städtischen Gymnasiums, kündigte für das kommende Schuljahr vier fünfte Klassen an. „Es ist schön, dass es zwischen den beiden Gymnasien so ausgeglichen ist.“ Man sei räumlich auch durch das eigene Fachraum-Konzept sehr gut aufgestellt für die Neuankömmlinge. Der größte Baustress sei vorbei. „Wir sind froh, dass die Fassaden-Erneuerung so reibungslos lief, und wir nach der Sanierung wieder eine tolle Sporthalle haben.“

78 Anmeldungen an der Burgfeldschule

Die einen freuen sich, die anderen hadern ein bisschen mit den Anmeldezahlen. Zum Beispiel die Gemeinschaftsschule am Burgfeld mit ihrer Oberstufe. 78 Anmeldungen für die neuen fünften Klassen liegen vor. Schulleiter Rüdiger Nelson rechnet zwar noch mit „einigen Nachzüglern“. Die geringe Nachfrage liege im „G9-Hype“ der Gymnasien begründet, vermutet Nelson. Hintergrund: Nach einigen Jahren des „G8“ bieten die Gymnasien seit dem vergangenen Schuljahr wieder der Abitur nach neuen Jahren an.

Da die Schule am Burgfeld einige Integrationskinder bekommen werde, rechnet Nelson mit vier kleineren Klassen. Rückblickend sei der Infoabend seiner Schule hervorragend gewesen. Diese habe sich herzlich, offen mit ihrer ganzen Vielfalt präsentiert. Nelson: „Wir haben dafür nur positive Rückmeldungen von den Eltern bekommen.“

Bisher 66 Fünftklässler am Seminarweg

Auch in der Gemeinschaftsschule am Seminarweg muss man sich mit weniger Schülern begnügen. Im vergangenen Jahr seien es noch 84 Schüler gewesen, jetzt sind es 66. Schulleiter Dr. Thilo Philipp rechnet damit, dass man noch auf „bummelig“ 70 Schüler kommen werde. Insgesamt sei der Jahrgang der neuen Fünftklässler in Bad Segeberg eher schwächer an Zahl. Der neue Schulleiter möchte an seiner Schule ein neues pädagogisches Konzept einführen, danach auch die neuen Lerngruppen zusammenstellen.

Starke Schüler und die mit mehr Förderbedarf sollen zusammen in eine Klasse. „Lernerfolge sind wichtig und müssen sich an den individuellen Möglichkeiten der Schüler orientieren“, meint Philipp. Er verfolge den Ansatz, dass Schüler, die mehr können, Schwächere besser mitziehen könnten und davon auch selbst profitierten. Deshalb möchte er das Konkurrenzverhalten unter ähnlich starken Schülern reduzieren und dafür sorgen, dass sich Schüler „nicht gegenseitig bremsen, sondern helfen“.

  40 Anmeldungen in der Wahlstedter Gemeinschaftsschule

Schulleiterin Annette Grosse von der Poul-Due-Jensen-Gemeinschaftsschule in Wahlstedt indes ist mit 40 Anmeldungen sehr zufrieden: „Es ist der erste Anmeldetermin, und in der Regel kommen später noch fünf bis acht Schüler dazu.“ Sie erkenne sogar einen leichten Aufwärtstrend, denn man habe einen geburtenschwachen Jahrgang und könne dennoch das Niveau halten. „Vorausgesetzt, das Schulamt genehmigt das, werden wir zwei Klassen bekommen – aber momentan gehe ich davon aus."

In der Sventana-Schule Bornhöved hält man sich hinsichtlich der Anmeldezahlen der Fünftklässler als einzige der befragten Schulen sehr bedeckt: Im vergangenen Jahr wurden von der Schulleiterin noch 35 genannt. Und jetzt? „Wir bekommen eine Klasse zusammen“, ist das Einzige, was Schulleiterin Bettina Becker gegenwärtig verraten möchte. Genaue Zahlen gebe es erst, wenn das Schulamt informiert sei.

Wolfgang Glombik und Heike Hiltrop

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